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Paläodemographische Sterbealtersverteilung der mittelalterlichen Population von Lauchheim mithilfe der Komplexen Methode und der Zahnzementannulation.

Kontakt: Melanie Künzie

Paläodemographische Untersuchungen an nicht-rezenten Populationen dienen der Eruierung spezieller Sterblichkeits-, Fertilitäts- und Migrationsmustern. Diese Studie beschäftigt sich mit der Sterbealtersverteilung des mittelalterlichen Gräberfeldes von Lauchheim (450/80 und 680 AD) zur Bestimmung der genannten Parameter. Von 1.368 ausgegrabenen Individuen konnten 1.337 Individuen aufgrund des ausreichenden Erhaltungszustandes in die Studie mit einbezogen werden. Das Alter und das Geschlecht der Individuen wurden zunächst mit der Komplexen Methode bestimmt. Anschließend wurde die Zahnzementannulation (TCA) zur erneuten Bestimmung des Sterbealters der erwachsenen Individuen herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine alleinige Sterbealtersbestimmung mit der Komplexen Methode einige methodische Probleme mit sich bringt welche durch eine Ergänzung der TCA Sterbealtersdaten verringert werden konnte. Dadurch ist eine genauere Modellierung der Sterbealtersverteilung möglich.

Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen auch damals schon älter wurden als Männer. Außerdem erreichen Frauen die höchste Sterblichkeitsrate zwischen 40-45 Jahren während Männer erst zehn Jahre später die höchste Sterblichkeitsrate aufweisen. Zusätzlich konnte eine sehr hohe Kindersterblichkeitsrate festgestellt werden.

 

 

 

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