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Eine Studie der Anthropologie zum Impfverhalten der erwachsenen Bevölkerung in Freiburg i.Br. im Rahmen des zu gründenden Zentrums für Medizin & Gesellschaft

Kontakt: Ursula Wittwer-Backofen

Die Welt steht uns offen. Das bedeutet auch, dass wir mit Krankheiten in Berührung kommen, die bei uns nicht auftreten oder seltener geworden sind. Die Reisebereitschaft im Allgemeinen aber auch Internationalität bringen den Kontakt mit unterschiedlichen Erregern mit sich.

Die kontroversen Diskussionen zum Thema Impfen sind durch die „Schweinegrippe“ (H1N1- Virus) neu entfacht worden. Die Vorteile verschiedener Impfungen stehen den Impfrisiken gegenüber und nach Alternativen zu den klassischen Schutzimpfungen wird gefragt. Die teilweise konträr und emotional geführte Berichterstattung über gesundheitliche Risiken der Schweinegrippe hat zu einer Verunsicherung über die allgemeine Impfnotwendigkeit beigetragen. Die Anthropologie sieht sich in der Verantwortung eine sachlich geführte Diskussion als Grundlage für zukünftige protektive Maßnahmen zu führen.

Zudem wird eine gute Informationsbasis zum Infektionsschutz gefordert, um für Erwachsene allgemeine Empfehlungen und Hilfestellung bezüglich Impfungen bereitstellen zu können.

Diese Ziele können erreicht werden, wenn aus neutraler epidemiologischer Sicht der aktuelle Schutz für jede einzelne Person, aber auch für die Gesamtbevölkerung bekannt ist. Bei Erwachsenen fehlen jedoch verlässliche Daten über die Impfsituation, daher benötigen wir Informationen der Bevölkerung.

Wie viele Freiburger sind mit welchen Impfstoffen geimpft?

Wie wird die Rolle des Arztes/ der Ärztin gesehen?

Welche Einstellungen zum Impfen herrschen vor?

Welche Gründe sprechen gegen das Impfen?

Fühlt sich die Bevölkerung gut informiert und wo besteht Handlungsbedarf?

 Jetzt aktuell

In einem ersten Projektabschnitt wurden Ende 2010 Freiburger Ärzte zu ihrer Einstellung zu Schutzimpfungen befragt. Erste Ergebnisse aus dieser Umfrage finden Sie hier.


Ein besonderer Vorteil der RegioVacc-Studie besteht in ihrer neutralen Sichtweise, da dieses Projekt in einer unabhängigen und nicht-klinischen wissenschaftlichen Forschungseinrichtung der Medizinischen Fakultät durchgeführt wird.

Die Auswertung der Umfragedaten erlaubt die Bestimmung von Schutzgraden innerhalb unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Dazu werden wir epidemiologische Modelle und Risiko-Struktur-Analysen anwenden. Von zentraler Bedeutung sehen wir das Arzt-Patienten-Verhältnis und gehen der „Kunden“orientierung in der Medizin nach.

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