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Angiogenese


Retina einer Maus mit retinalen Gefässen, die durch Perfusion mit einem Fluoreszenzfarbstoff (Fluorescein) sichtbar gemacht wurden.

Wir beschäftigen uns mit Gefässneubildungen im Auge, die oft zu bedrohlichen Krankheiten bis hin zur Erblindung führen, sowie mit den Veränderungen des Pigmentepithels während der Alterung. Ziel ist die Entwicklung von Therapien, und dazu müssen die zugehörigen Signalwege bekannt sein.

An zwei Tiermodellen untersuchen wir die Angiogenese. Bei der sauerstoffinduzierten Retinopathie (OIR) werden Mäuse vom 7. bis 12. Lebenstag bei 75 % Sauerstoff gehalten. Dadurch, dass die Mäuse wieder in normale Luft zurückgebracht werden, wird ein relativer Sauerstoffmangel erzeugt, durch den die Blutgefässbildung angeregt wird. Im AMD-Modell wird durch einen Laserblitz ein Loch in die Bruch-Membran gebrannt, in dem sich im Lauf von zwei Wochen neue Gefässe bilden. In beiden Modellen kann die Gefässbildung experimentell beeinflusst werden, indem Substanzen in den Glaskörper des Auges injiziert werden. Ausgewertet wird mit Netzhaut- oder Aderhaut-Flachpräparaten, immungefärbten histologischen Präparaten oder über RNA-Isolierung und Genexpressionsnachweis.

Mit diesen Modellen konnten wir zeigen, dass die Gefässbildung durch VEGF-Hemmstoffe wie PTK787, Mae 87 oder löslicher VEGF-R2 gehemmt wird. Mit den Ephrinen EphB4 und EfnB2 fanden wir eine Gefäss-stimulierende Wirkung und mit monomerem, inhibierendem EphB4 eine hemmende Wirkung.

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