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Hornhaut-Grundlagen Labor

Leitung: Dr. Johannes Schwartzkopff, Prof. Dr. Thomas Reinhard


Die Hornhaut bildet die äußere Begrenzung des Auges zur Umwelt. Neben dieser Barrierefunktion ist sie für die Fokusierung einfallender Lichtstrahlen auf der Netzhaut entscheidend. Jede Trübung oder refraktiv wirksame Veränderung der Hornhaut beeinträchtigt die Sehschärfe in erheblichem Maße. In unserem Labor werden pathophysiologische Grundlagen von Erkrankungen untersucht, die eine Störung der Klarheit der Hornhaut und damit des Sehens nach sich ziehen.

Das gesunde korneale Epithel garantiert als äußerste Hornhautschicht eine gleichmäßige und glatte Oberfläche. Epithelheilungsstörungen z.B. nach Verletzungen oder aufgrund erblicher Faktoren können die Intaktheit des Epithels erheblich beeinträchtigen und zum Untergang der im Limbus gelegenen Epithel-Stammzellen führen. Die Regenerationsfähigkeit des Hornhautepithels aus limbalen Stammzellen wie auch die Charakterisierung verschiedener Differenzierungsstufen daraus entstehender kornealer Epithelzellen werden in einem Forschungsprojekt unseres Labors untersucht.

Neben dem Epithel sind korneale Endothelzellen wesentlich daran beteiligt, die Klarheit der Hornhaut zu gewährleisten. Durch aktiven Transport von Flüssigkeit aus dem Hornhautstroma wird eine bestimmte Dicke, Stabilität und Klarheit gewährleistet. Die krankhafte Veränderung dieser beim Menschen nicht regenerierenden Zellen führt zur Trübung und Sehverschlechterung. Bei einer Abstoßungsreaktion nach Hornhauttransplantation (Keratoplastik) resultiert ein entzündlich vermittelter Endothelzellschwund. Dieser kann zur Dekompensation (Trübung) des Transplantats führen. Die Regenerationsfähigkeit des kornealen Endothels ist Bestandteil eines weiteren Forschungsprojektes unseres Labors.

Ausgeprägte Trübungen der Hornhaut können häufig nur durch Keratoplastik behoben werden. Um eine langfristige Klarheit des Hornhauttransplantates zu gewährleisten, ist es erforderlich jede Form einer Abstoßungsreaktion zu vermeiden. Die immunologischen Mechanismen einer Abstoßungsreaktion nach Keratoplastik und die gezielte pharmakologische Beeinflussung sind Bestandteil weiterer Projekte unseres Labors. Besonderes Augenmerk wird auf das Immunsystem des kindlichen Auges gelegt. Bei diesen Patienten besteht ein erheblich erhöhtes Abstoßungsrisiko. Trotz des erhöhten Risikos ist es zwingend erforderlich, bei Kindern so früh wie möglich eine Keratoplastik durchzuführen. Kann diese nicht erfolgen oder verläuft sie durch die einsetzende Immunreaktion erfolglos, so entsteht eine lebenslang bestehende Sehschwäche (Amblyopie).

Projektleiter

  • Dr. Laura Bredow
  • Dr. Philipp Eberwein
  • Dr. Philipp Maier
  • Dr. Johannes Schwartzkopff

Mitarbeiter

  • Yvonne Kern (MTA)

Doktoranden

  • Anna K. Beiter (cand. med. dent.)
  • Andreas Heid (cand. med.)
  • Antonia Hildebrand (Dipl. Biol.)
  • Christian Jarsch (cand. med.)
  • Stephanie Jehle (Ärztin)
  • Stephan Mahlenbrey (Arzt)
  • Simona L. Schlereth (cand. med.)
  • Katrin Wacker (cand. med.)

Forschungsschwerpunkte

  • Mechanismen der Abstoßungsreaktion nach Keratoplastik im Babyrattenmodell
  • Regulationsmechanismen nach Keratoplastik im Rattenmodell
  • Immunprivileg des kindlichen Auges
  • Fibrin als Medikamententräger nach Keratoplastik
  • Mechanismen der Endothelregeneration
  • Experimentelle Limbo-Keratoplastik
  • Mechanismen der Wundheilung nach Verätzung der Augenoberfläche durch mesenchymale Stammzellen
  • Zytokine als prädiktive Parameter vor Keratoplastik
  • Immunologische Eigenschaften des humanen retinalen Pigmentepithels
  • Auswirkungen der extrazellulären Matrix auf die Differenzierung von kornealen Epithelzellen

Kooperationen

  • Dr. Thomas Fuchsluger
    Universitätsaugenklinik Essen
  • Dr. Carsten Gründemann
    Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Freiburg
  • Alex Hyatt, Dr. Keith Martin
    Centre for Brain Repair, Cambridge, UK
  • Dr. Christian van Oterendorp, Dr. Julia Biermann, Prof. Wolf Lagrèze
    Neuroprotektionslabor der Universitätsaugenklinik Freiburg
  • Dr. Daniel R. Saban
    Schepens Eye Research Institute, Harvard Medical School, Boston, USA
  • Dr. Philipp Steven
    Institut für Anatomie, Universität zu Lübeck
  • Prof. Pascal Tomakidi
    Orale Biotechnologie – ZMK-Klinik Freiburg
  • Dr. Cédric Vonarbourg, Prof. Andreas Diefenbach
    Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Freiburg

Abgeschlossene Doktor- und Masterarbeiten

  • Dr. med. Moritz Berger, München
  • Dr. med. Edith Bläser, Zürich
  • Dr. med. Isabel Gross, Freiburg
  • Leslie Yvette Olivares Valdez (MD), Buenos Aires, Argentinien.

Drittmittel

  • Ernst-und-Berta Grimmke Stiftung
  • Dr. Werner Jackstädt Stiftung
  • Else-Kröner-Fresenius-Stiftung
  • Sicca-Forschungsförderung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
unterer Abschluss
Impressum
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