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Arbeitsgruppe Neuroprotektion
Retinale Ganglienzellen im Netzhautflachpräparat
Der Sehnerv führt Nervenfasern der Netzhaut zum Gehirn, welches visuelle Information zu einer Bildwahrnehmung verarbeitet. Nach der Makuladegeneration sind in Deutschland die zweithäufigste Erblindungsursache Erkrankungen des Sehnerven, so z. B. das Glaukom, die Sehnerventzündung oder der Sehnervinfarkt. Bei diesen Erkrankungen kommt es zum Absterben von Nervenfasern im Sehnerv. Damit einher gehen Sehstörungen in Form von Sehminderung und Gesichtsfeldausfällen. Leider sind die therapeutischen Möglichkeiten oft sehr eingeschränkt. Unter Neuroprotektion versteht man den Versuch, Nervenzellen und Nervenfasern durch pharmakologische oder molekulargenetische Methoden vor dem Absterben zu bewahren. Unter Laborbedingungen konnten bereits einige wirksame Substanzen identifiziert werden. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist, ihre Wirkmechanismen zu charakterisieren und diese Substanzen zur klinischen Anwendung zu führen. Wir arbeiten dabei an Zell- und Organkulturen, an Tiermodellen und planen die Durchführung klinischer Studien.
Regenerierende Nervenfasern in einer Netzhautorgankultur
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
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Kooperationspartner:
- Prof. Dr. H. Hofmann, Anatomie und Zellbiologie I, Freiburg
- PD Dr. M. Kirsch, Anatomie und Zellbiologie I, Freiburg
- Prof. Dr. T. Feuerstein, Klinische Neuropharmakologie, Freiburg
- Prof. Dr. D. Meyer, Pharmakologie, Freiburg
- Prof. Dr. M. Bach, Funktionelle Sehforschung, Freiburg
- PD. Dr. Auw-Hädrich, Histopathologisches Labor der Universitäts-Augenklinik, Freiburg
- Prof. Dr. H. Maier-Lenz, ZKS, Freiburg
- Prof. Dr. S. di Giovanni, Hertie-Institut, Tübingen
- Prof. Dr. J. Kremers, Universitäts-Augenklinik, Erlangen
- K. Martin, MA DM MRCP FRCOphth, Centre for Brain Repair, Cambridge, UK
- Prof. Dr. L. Levin, Neuroophthalmology and Visual Sciences, Madison, USA
Unsere Methoden:
- Kultur retinaler Neurone
- Netzhautorgankultur
- Tiermodelle für Netzhautischämie, Sehnervtrauma und Glaukom
- Histologie und Immunhistologie
- Fluoreszenzmikroskopie
- Elektrophysiologie bei Tieren (ERG, VEP)
- Klinische Forschung
Kontakt: Prof. Dr. Wolf Lagrèze




