Forschungsprogramme

Das Forschungsprogramm des Tumorzentrums Freiburg - CCCF

Das übergeordnete Ziel des Forschungsprogramms des CCCF ist die Entwicklung neuer Strategien gegen Krebs. Ausgerichtet an dieser Vorgabe orientierte sich die Grundstruktur des ersten Forschungsprogramms, in dem Arbeitsgruppen nach Krebserkrankungen zu Kategorien zusammengefasst wurden: Gastrointestinale und thorakale Tumoren, hormonabhängige Krebserkrankungen, Tumoren des zentralen Nervensystems sowie Leukämien und Lymphome.

In der Folge entwickelte sich hieraus eine intensive Zusammenarbeit zwischen diesen Forschungsgruppen, die durch diese CCCF-Vernetzung in der Lage waren erfolgreiche Förderungsanträge zu stellen und sogenannte Drittmittel für Krebsforschung einzuwerben. Dies wiederum führte zu einer Neuausrichtung des CCCF-Forschungsprogramms, das derzeit auf folgenden Großprojekten basiert:

  • Deutsche Krebshilfe-ProgramM “Receptor Signaling and Comparative Genomics in Chronic Lymphocyte Leukemia”
  • DFG Priority Program (SPP) 1463 “Epigenetics of Normal Hematopoiesis and its Dysregulation in Myeloid Neoplasia”
  • Priority Program Tumor Tissue Banks of the DKH, “Tumorbanking Breast Cancer”
  • DFG CRC 850 "Control of Cell Motility in Morphogenesis, Cancer Invasion and Metastasis" (SFB 850)
  • Deutsches Konsortium translationale Krebsforschung, Freiburg site (DKTK)
  • DFG SFB 992 “Medical epigenetics (MEDEP) - From basic mechanisms to clinical applications” (SFB 992)
  • Excellence Cluster “Center for Biological Signal Studies” (BIOSS II)

Insgesamt 62 Forschungsgruppen arbeiten in diesen oder ähnlichen Projekten und haben insgesamt 34 Millionen € pro Jahr an Forschungsgeldern eingeworben. Die Krebsforschung am CCCF profitiert, neben BIOSS II, zusätzlichen von der Exzellenz-Initiative der Universität Freiburg durch die “Speman Graduate School of Biology and Medicine (SGBM)”, die 21 Fellowships für Krebsforschung fördert. Beide Exzellenzeinstrumente (BIOSS und SGBM) erhielten eine zweite Förderperiode im Rahmen der Exzellenz-Initiative bewilligt.

Die hier kurz beschriebene neue Struktur des CCCF-Forschungsprogramms besteht aus organisatorisch unabhängigen Gruppen. Die entscheidende Rolle des CCCF ist es dabei, die gemeinsamen Interessen zu koordinieren, den Zugang zu zentralen Forschungsserviceeinrichtungen zu erleichtern und infrastrukturelle Maßnahmen zu planen und zu organisieren.

Die wohl wichtigste Funktion des CCCF ist es, die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung zu schlagen, wie folgendes Schema zeigt:

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In den 12 interdisziplinären Kompetenzzentren des CCCF werden die Patienten entsprechend ihrer Krebserkrankung betreut. In wöchentlich stattfindenden Konferenzen, den sog. Tumor Boards, werden die notwendigen Therapien für die einzelnen Patienten besprochen und festgelegt. In diesen Tumor Boards wird auch die Möglichkeit diskutiert, Patienten in „Klinische Studien“ einzuschließen oder neue Klinische Studien zu initiieren, wenn eine wissenschaftliche Fragestellung auftritt, deren Beantwortung eine Verbesserung der Behandlungsergebnisse ergeben kann.

Zu diesen Konferenzen können auch Grundlagenforscher hinzukommen, wenn sie z. B. Substanzen entwickelt haben, die Aussicht haben, bei bestimmten Krebserkrankungen eine verbesserte Behandlung zu erzielen. Aber auch neue diagnostische bzw. chirurgische Strategien können hier eingebracht und diskutiert werden. Jegliche Neuerung im therapeutischen Bereich bedarf der vorherigen klinischen Prüfung.

Das CCCF betreibt als zentralen Service für Grundlagen- und klinische Forscher eine Tumorgewebebank. In ihr werden, nach Einverständnis durch die Patienten, Gewebeproben gelagert, sie stellt somit eine wichtige Schnittstelle zwischen Gewebeasservierung bzw. –bearbeitung und anwendungsorientierter Forschung dar. Forscher, die ein neues Projekt starten und dazu Tumorgewebeproben benötigen, können diese bei der Tumorgewebebank beantragen.

Nach Prüfung durch ein wissenschaftliches Gremium werden die benötigten Proben zur Verfügung gestellt.

In der Tumorgewebebank selbst wird das Ziel verfolgt, neue diagnostisch, prognostisch und therapeutisch relevante Biomarker aus Tumorgewebe zu erforschen.

Dieses CCCF-Forschungskonzept der Vernetzung von starken grundlagenorientierten, translationalen und klinischen Krebsforschern ist die Basis für die zukünftige Entwicklung neuer Strategien gegen Krebs.

Wissenschaftlicher Ko-Direktor: Prof. Dr. Thomas Brabletz (Kontakt)

Letzte Aktualisierung am 24.04.2013 durch webmaster