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» Medizinische Schwerpunkte » Erwachsenensprechstunden »    Mykobakterielle Infektionen
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Mykobakterielle Infektionen

Kontakt

Ambulanz-/Studienschwester    Sprechzeiten             Betreuende Ärzte
Frau Heike Spitznagel
Tel. 0761-270 77580
Fax 0761-270 77650
Heike.Spitznagel@uniklinik-freiburg.de
  Dienstag 8-15 Uhr   PD Dr. med. Dirk Wagner
Dirk.Wagner@unklinik-freiburg.de

Frau Dr. med. Berit Lange
Berit.Lange@uniklinik-freiburg.de

Welche Bedeutung haben mykobakterielle Infektionen?

Die bekannteste mykobakterielle Infektion ist die Tuberkulose., die weltweit  immer noch eine der wichtigsten Infektionserkrankungen darstellt. Besorgniserregend ist die Entwicklung von antibiotika-resistenten Stämmen, die weltweit zu finden sind. Die hohe und steigende Mobilität der Weltbevölkerung führt dazu, dass Tuberkulose ein internationales Problem ist. Fehlende neue Medikamente (das aktuell gültige Behandlungregime ist fast 40 Jahre alt, und muß in der Regel 6 Monate lang eingenommen werden...), fehlende frühzeitige Diagnostik zur Unterscheidung von „nur infizierten“ und „erkrankten“ Patienten sind nur Hinweise, warum eine wissenschafliche Auseinandersetzung mit der Erkrankung mehr denn je erforderlich ist.

Nicht-tuberkulöse Mykobakterien sind Erreger, die verschiedenste Erkrankungen sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter verursachen können. Diese treten immer nur vereinzelt auf, eine Ansteckungsgefahr wie bei der Lungentuberkulose besteht nicht. Häufig liegen angeborene oder erworbene Immundefizienzen (z.B. HIV-Erkrankungen) oder aber Erkrankungen mit vorgeschädigter Lunge (und damit eingeschränkter lokaler Abwehr) vor. Aktuelle Daten zeigen, daß die Anzahl der Patienten mit diesen Infektionen in entwickelten Ländern steigt, wissenschaftlich sind diese Erkrankungen jedoch im Vergleich zu der zunehmenden Bedeutung absolut zu wenig untersucht, es fehlen diagnostische Methoden und validierte Behandlungskonzepte. Das Bewusstsein für diese Erkrankungen im ärztlichen Bereich ist zudem nicht ausreichend, häufig wird bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen nicht an eine solche Erkrankung gedacht.

Warum eine Mykobakterien-Ambulanz?

Infektionen mit Mykobakterien sind chronische Infektionen, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern: Tuberkulosebakterien können im Körper überleben und persistieren; Nicht-tuberkulöse Mykobakterien sind überall in der Umwelt zu finden, so dass wir immer wieder mit diesen Erregern in Kontakt kommen. Den Mykobakterien gemein ist, dass sie insbesondere bei geschwächtem Immunsystem zur Erkrankung führen. Die Schwächung des Immunsystems kann verschieden Ursachen haben (z.B. Dialyse, Diabetes mellitus, HIV-Infektion, immunsupprimierende Medikamente), so dass es wichtig ist, die Ursachen für diese Immundefizienz besser zu verstehen und die Patienten entsprechend zu untersuchen und zu behandeln. Die Untersuchung der Interaktion von Mykobakterien mit dem (geschwächten) Immunsystem verspricht, das Verständnis der Entstehung der jeweiligen Erkrankung zu fördern.

Wie kann ich mich als Patient an die Mykobakterien-Ambulanz wenden?

In der Regel erfolgt die Zuweisung über den Hausarzt oder den Lungenfacharzt, bei dem ein solcher mykobakterieller Erreger diagnostiziert wurde. Aber auch die direkte Kontaktaufnahme mit dem CCI ist möglich. Wenden Sie sich bitte primär an Frau Spitznagel.

Wie kann ich als Arzt einen Patienten in die Mykobakterienambulanz überweisen?

Als Arzt können Sie sich gerne zur weiteren Absprache an die ärztlichen Kollegen in der Mykobakterienambulanz wenden (telefonisch über Frau Spitznagel oder per mail) oder aber für Ihre Patienten bei unserer Studienschwester direkt einen Termin vereinbaren.

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