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Immundefektambulanz
In der CCI-Immundefekt Ambulanz betreuen wir erwachsene Patientinnen und Patienten mit angeborenen und erworbenen Immundefekten. Eine wesentliche Aufgabe unserer Ambulanz besteht in der Abklärung unklarer Infektanfälligkeit bei Erwachsenen. Durch eine enge Kooperation mit Infektiologen, Hämatologen, Pneumologen, HNO-Ärzten und anderen Spezialisten der Universitätsklinik Freiburg garantieren wir eine breite interdisziplinäre Betreuung.
Unter den Patientinnen und Patienten, die sich zur Abklärung einer erhöhten Infektanfälligkeit vorstellen, bilden Patientinnen und Patienten mit Antikörpermangel die größte Gruppe. Antikörpermangel führt meist zu einer erhöhten Infektanfälligkeit für bakterielle Infektionen der oberen und unteren Atemwege und auch des Magendarmtraktes. Häufig werden die wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis leider nicht oder erst spät als Symptom eines Immundefektes verstanden. Der Antikörpermangel kann sowohl aufgrund angeborener, genetischer Störungen (Hyper IgM Syndrome, ICOS Defekt, TACI Defekt, CD19 Defekt, Baff-R Defekt, Teil von CVID u.a.m.), als auch aufgrund erworbener Störungen des Immunsystems (Teil von CVID) bestehen. Manche Patientinnen oder Patienten entwickeln auch niedrige Antikörperspiegel als Folge einer anderen Erkrankung (Lymphom, Eiweißverlust, PROMM u.a.m.). Eine Unterscheidung dieser verschiedenen primären und sekundären Formen ist wichtig, um Therapie und Prognose mit den Betroffenen besprechen zu können. Andere Immundefekterkrankungen umfassen die Erniedrigung verschiedener weißer Blutzellen (z.B. Lymphopenie einschließlich idiopathische CD4 Lymphopenie, Neutropenie), Komplementdefekterkrankungen, aber auch sekundäre Immundefekterkrankungen aufgrund von Chemo- oder immunsuppressiver Therapie, Lymphom oder anderen Grunderkrankungen.
Um die notwendigen diagnostischen Schritte vorbereiten zu können, bitten wir überweisende Ärztinnen und Ärzte, uns wesentliche Informationen bereits vor dem Patientenbesuch zur Verfügung zu stellen (sh. Anmeldung). Wir arbeiten in diesem Bereich eng mit den Forschungslaboren des CCI, aber auch mit anderen Immundefektzentren in Deutschland und Europa zusammen, um so ein besseres Verständnis der Entstehung von Immundefekterkrankungen zu erreichen. Wir werden Sie deshalb bei Ihrer Vorstellung gegebenenfalls auf verschiedene Forschungsprojekte und klinische Studien hinweisen, an denen Sie Sich gerne beteiligen können.
Die Therapie eines Immundefektes ist abhängig von der Art des Defektes und umfasst viele verschiedene Aspekte. In der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Antikörpermangelsyndromen steht die Immunglobulinersatztherapie im Zentrum. In unserer Tagesklinik führen wir regelmäßig die intravenöse Gabe von Immunglobulinen durch. Alternativ bieten wir individuelle Schulungen für die subkutane Therapie mit Immunglobulinen an. Für Therapieberatung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.





