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Allgemeine Information zu Leistenbrüchen

Die operative Versorgung von Brüchen ist eine der häufigsten chirurgischen Maßnahmen in der Bundesrepublik Deutschland.

Was ist eine Hernie?

Eine Hernie ist eine Vorwölbung durch eine Lücke in der Bauchwand. In diese Bruchlücke können Darm oder Teile des grossen Netzes einklemmen.

Am Anfang bemerkt der Patient nur Schmerzen. Bei zunehmender Bruchgrösse entsteht eine Schwellung an der Körperoberfläche unter der Haut, die vor allem im Stehen zu sehen ist. Im Liegen verschwindet die Schwellung vorübergehend wieder und die vorgefallenen Darmanteile treten wieder in die Bauchhöhle zurück.

Die grosse Gefahr einer Hernie besteht in der Einklemmung von Darmanteilen in der Bruchlücke ("Inkarzeration"). Eine Inkarzeration äussert sich durch massive Schmerzen im Bruchbereich. Hierbei kann der Bruchsack nicht mehr an seinen ursprünglichen Ort zurückgeschoben ("reponiert") werden. Es handelt sich um einen chirurgischen Notfall der sofort operiert werden muss.

Hernien können überall an der Bauchwand auftreten, jedoch kommen sie meistens in der Leistenregion vor.

Wie entsteht eine Hernie?

Allgemein entsteht ein Bruch durch eine Schwäche der stützenden Muskelschichten der Bauchwand, hervorgerufen durch eine angeborene Bindegwebsschwäche oder eine Narbe nach einer Operation. Hernien können mit der Geburt auftreten oder sich über die Zeit durch Beanspruchung und Spannung der Bauchwand entstehen. Die häufigstge Ursache ist eine erbliche Vorbelastung. Sollte in ihrer Familie ein naher Verwandter eine Hernienoperation hinter sich haben, ist bei Ihnen auch von einem erhöhten Risiko ebenfalls einen Bruch zu bekommenauszugehen. Interessanterweise scheint das Heben schwerer Lasten die Entstehung eines Bruchs nicht zu fördern.

 

Weitere Informationen: Operative Therapie von Leistenbrüchen

Spezialsprechstunde für Leistenbrüche 

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