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» Schwerpunkte » Dünn- und Dickdarm » Chronisch entzündliche Darmerkrankungen » Colitis ulcerosa
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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Colitis ulcerosa

Bei Colitis ulcerosa ist die Entzündung auf die Schleimhaut des Dick- und Enddarms beschränkt. Durch die komplette Entfernung des Dickdarms und des Enddarms wird eine Heilung der Erkrankung möglich. Besteht die Operationsindikation müssen der gesamte Dickdarm und der Enddarm entfernt werden. Durch moderne Operationstechniken kann ein Dünndarmreservoir angelegt und ein künstlicher Darmausgang vermieden werden.

Prinzip der Operation

  • Dickdarm und Enddarm werden insgesamt entfernt.
  • aus dem unteren Dünndarm wird ein J-förmig gefalteter Dünndarm-Pouch hergestellt und mit dem Analkanal unter Erhalt des Schließmuskels durch Naht verbunden.
  • ein künstlicher Darmausgang ist nur in Ausnahmefällen erforderlich.
  • es besteht volle Kontinenz mit einer Stuhlfrequenz mit drei bis acht Stuhlgängen pro Tag.

Operationstechniken

Alle Operationen bei Morbus Crohn beziehungsweise Colitis ulcerosa können konventionell über einen großen Bauchschnitt erfolgen. Ein Großteil der Operationen kann auch über eine minimal invasive Technik (Knopflochchirurgie - Laparoskopie) ausgeführt werden. Beide Operationstechniken sind hinsichtlich der möglichen Komplikationen nicht unterschiedlich, jedoch entsteht durch die minimal invasive Operationstechnik postoperativ weniger Schmerz; es wird eine frühere Mobilisation, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und ein besseres kosmetisches Resultat möglich.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Nach Abschluß der Wundheilung sollte eine übermäßige körperliche Belastung für die Dauer von zwölf Wochen vermieden werden, um die Ausbildung eines Narbenbruchs zu vermeiden. Einschränkungen in der Nahrung sind nicht notwendig. Nach komplikationslosem Verlauf sind kleine Einschränkungen der beruflichen oder sportlichen Aktivitäten, das heißt der bisherigen Lebensführung, zu erwarten. Es sollte eine regelmäßige Kontrolle der Blutsalze und der Vitamine erfolgen.

 

Was kann man durch Änderung der Ernährung tun, wenn nach der Operation eine erhöhte Stuhlfrequenz oder sogar eine Inkontinenz für Stuhl besteht?

 

Ernährungsempfehlungen

 

empfehlens wert

weniger empfehlenswert
Gemüse, Salate Gemüse mit geringem Ballaststoffgehalt

z.B. Zucchini; Karotten, Broccoli, Fenchel, Spargel, Blumenkohl, Spinat, rote Bete, Tomatengemüseohne Haut, Gurken, Chinakohl

Gemüse mit hohem Ballaststoffgehalt

z.B. Erbsen, Linsen, Bohnen, Zwiebeln, Lauch, Sauerkraut, Weisskraut, Rotkraut, Rosenkohl, Grünkohl, Paprika, Champignons, alle rohen Salate, Sellerie, Schwarzwurzel, Zuckermais

Obst Bananen, Kompott, fein geriebener Apfel Weintrauben, Steinobst (andere Obstsorten testen), Trockenobst
Brot und Backwaren altbackenes Weiss- und Mischbrot, Brötchen, altbackener Hefezopf, Zwieback frisches Weiss- und Mischbrot, Vollkornbrot, Knäckebrot, Leinsamenbrot
Fleisch, Geflügel, Wurst alle mageren Sorten von Kalb, Rind, Schwein, Gefügel, alle mageren Wurstsorten fettes Fleisch und Geflügel, fette Wurstsorten
Fisch alle mageren Arten z.B. Seelachs, Schellfisch, Kabeljau alle fetten Arten wie z.B. Aal, Karpfen
Milch und Milchprodukte Trinkmilch, Sauermilch, Buttermilch, Kefir, Käse, Quark  
Fette und Öle pflanzliche Fette sind zu bevorzugen  
Getränke   stark kohlensäurehaltige Getränke, Sauerkrautsaft, Apfelsaft
sonstige Reis, Teigwaren, Kartoffeln, Eier, Schmelzflocken Nüsse, Mandeln, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Müsli, grobe Haferflocken

 

Weitere Informationen:

Der DCCV e.V. ist der Selbsthilfeverband der Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung in Deutschland.

 

© Text: Prof. Ruf 2005

unterer Abschluss
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