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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn

Der Morbus Crohn kann weder durch eine Operation noch durch Medikamente geheilt werden. Bei jeder Operation darf daher nur soviel Darm wie eben nötig entfernt werden, da unter Umständen mehrere Operationen im Verlauf der Erkrankung notwendig werden und somit die erforderliche Darmlänge nicht unterschritten wird. In unserem Zentrum gelten für den Morbus Crohn folgende operative Grundsätze durch die negative Folgeescheinungen der Operation wie ein Kurzdarmsyndrom vermieden werden sollen:

  • prinzipiell gilt das darmsparende Operieren (konservative Chirurgie)
  • wenn notwendig, limitierte (sparsame) Resektionen, möglichst plastische Erweiterungsoperationen von Stenosen (Strikturenplastik)
  • Abszesse müssen eröffnet werden (wenn möglich sonographisch gesteuerte Drainage, falls nötig operativ)
  • Fisteln: Fisteln zur Blase oder zu den Genitalorganen müssen beseitigt werden. Perianale Fisteln werden nur behandelt, wenn sie Symptome machen. Bei Zerstörung des Schließmuskels durch Abszesse/Fisteln muß ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.

 

© Text: Prof. Ruf 2005

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