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Analfissur
Symptome
Schmerzen beim Stuhlgang, Juckreiz in der Analregion, Hautnässen, hellrote Blutauflagerungen, Neigung zur Verstopfung sind Symptome, die bei einer Analfissur auftreten können.
Diagnostik
Die wichtigste Untersuchung zur Dagnose der Analfissur ist die Spiegelung des Enddarms.
Therapie
Bei der akuten Form der Analfissur helfen schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben und Zäpfchen die Entzündung einzudämmen. Da harter Stuhlgang die Erkrankung weiter unterhält, ist auf einen weichen Stuhl zu achten. Hierzu können sogenannte Stuhlweichmacher wie z.B. Milchzucker verwendet werden. Zusätzlich sind Sitzbäder empfehlenswert.
Besteht die Analfissur schon mehere Wochen oder gar Monate ist von einer Chronifizierung auszugehen. Für die Behandlung der chronischen Analfissur sind diese Behandlungsformen nicht mehr ausreichend. Ursächlich für die Analfissur ist ein chronisch erhöhter Sphinktertonus. Um den Muskel zu "entspannen" werden muskelentspannende Salben verwendet. Hier werden zwei Substanzen verwendet - Nitrate und Kalziumantagonisten. Beide sind nach aktuellér Studienlage (1) von gleichwertigen therapeutischen Nutzen. Da die Nitrate allerdings als mögliche Nebenwirkung Kopfschmerzen auslösen können, favorisieren wir Salben, die Kalziumantagonisten enthalten.
Um mögliche Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität der betroffenen Patienten zu verbessern, sollte eine chronische Analfissur operiert werden. Wenn die Analfissur Teile des Schließmuskel schon einbezogen hat oder eine Fistel entstanden ist, werden oberflächliche Muskelfasern gespalten um eine vollständige Abheilung herbeizuführen. Hierbei ist streng auf die Unversertheit des Schließmuskelapparates zu achten.
Die Operation kann bei jüngeren Patienten ambulant durchgeführt werden, älteren können auch sttionär behandelt werden. Um in der Nachbehandlung die Wundheilung zu unterstützen, werden Sitzbäder und ein mildes Abführmittel zur Stuhlregulierung verschrieben.
Komplikationen
Als Folge einer chronischen Analfissur kann eine Analfistel entstehen. Dieses ist ein von der Analfissur ausgehender Kanal, der wiederum zu Eiteransammlungen (Abszessen) in der Analregion führen kann, die zwingend operativ behandelt werden müssen.
Literatur
Kocher HM et al, Br J Surg. 2002 Apr;89(4):413-7 Randomized clinical trial assessing the side-effects of glyceryl trinitrate and diltiazem hydrochloride in the treatment of chronic anal fissure.
© Jargon & von Dobschütz




