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Kinderchirurgie: Nabelbruch

Was ist ein Nabelbruch?

Ein Nabelbruch ist eine Lücke des Bindegewebes der Bauchdecke im Bereich des Nabels. Dabei lässt sich beim Schreien oder Pressen eine Vorwölbung erkennen, bei der es sich um Darmschlingen handelt. Bis zum vierten Lebensjahr kann sich bei einem Kind der Nabelbruch spontan zurückbilden.

Wie kommt es zu einem Nabelbruch?

Während der Schwangerschaft muss an der Stelle des Nabels eine Lücke in der Bauchwand bestehen, durch die die Blutgefäße und andere Strukturen hindurchtreten können, über die das Kind mit dem Mutterkuchen verbunden ist. Diese Öffnung verkleinert sich normalerweise spontan so weit, dass die Bauchhöhle geschlossen ist. Bleibt diese Rückbildung unvollständig, so können darunterliegende Darmschlingen in die bestehende Öffnung gedrückt werden. Dadurch wird auch die Haut nach außen vorgewölbt.

Auch später noch kann ein Bruch entstehen, dann allerdings durch nachträgliches Auseinanderweichen des Bindegewebes.

Wie behandelt man einen Nabelbruch?

Bis zum vierten Lebensjahr besteht in der Regel keine Notwendigkeit zur operativen Versorgung des Bruches, da die Rückbildungstendenz sehr hoch ist.

Von einem Nabelpflaster oder irgendwelchen Heftpflasterverbänden raten wir ab, da durch diese Verfahren Hautschäden möglich sind. Bildet sich der Nabelbruch über das vierte Lebensjahr hinaus nicht von alleine zurück, so raten wir zur operativen Therapie. Dabei wird die Bruchpforte durch Nähte des Bindegewebes zwischen der Bauchmuskulatur verschlossen. Wir bieten diese Operation ambulant an.

Wann handelt es sich um einen Notfall?

Bemerken Sie bei Ihrem Kind, dass sich der Inhalt des Bruches nicht mehr zurückschieben lässt und das Kind krampfartige Schmerzen, eventuell mit Übelkeit und Erbrechen hat, sollten Sie sofort unsere kinderchirurgische Ambulanz aufsuchen. Bei diesem Phänomen haben sich Darmschlingen in der Bruchlücke eingeklemmt, die sofort operativ aus der Lücke befreit werden müssen, um nicht abzusterben. Diese Situation stellt eine Notfallsituation zum operativen Verschluss dar.

 

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