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Die laparoskopische Chirurgie ist eine neue Operationstechnik und wird in der Bauchchirurgie seit 1986 durchgeführt. Die medizinischen Fauchausdrücke für diese Technik sind:

  • minimal invasive Chirurgie: Überbegriff für diese Technik ("Schlüssellochchirurgie")
  • Laparoskopie: Bauchspiegelung
  • Thorakoskopie: Brustkorbspiegelung

Im Gegensatz zur konventionellen oder offenen Chirurgie wird bei der minimal invasiven Technik auf einen großen Bauchschnitt verzichtet. Über kleine Schnitte (i.d.R. 5 bis 10 mm) werden spezielle Instrumente und eine Miniaturkamera in das Operationsgebiet eingeführt. Bei der Bauchspiegelung wird die Bauchhöhle durch Einleitung von Kohlendioxydgas wie ein Ballon aufgedehnt, um unter guter Sicht operieren zu können.

Zu den Vorteilen der neuen Technik zählen eine Verminderung der postoperativen Schmerzen, kleine Narben (Kosmetik!) und ein kürzerer Aufenthalt im Krankenhaus. Prinzipiell können inzwischen fast alle Operationen mit dieser Technik durchgeführt werden. Allerdings wird bei überlangen Operationszeiten, bedingt durch die Größe des Eingriffs, der Vorteil dieses Verfahrens in Form der geringeren Patientenbelastung aufgegeben.

Durch den Einsatz modernster Technik wie Ultraschallskalpell, Ultraschallschere und Hochfrequenzstrom zur Gewebevaporisation kann praktisch unblutig operiert werden, so dass die Gabe von Bluttransfusionen die absolute Ausnahme darstellt.

In unserer Abteilung wird seit 1989 eine Vielzahl von minimal invasiven Eingriffen durchgeführt:

  • Gallenblasenentfernung bei Gallensteinen
  • Leistenbruchoperation
  • Operation bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • kolorektale Chirurgie: bei guten und bösartigen Erkrankungen des Dickdarms und des Enddarms, z.B. der Sigmadivertikulose
  • Magenoperation: Fundoplicatio bei Refluxkrankheit, Magendurchbruch
  • Nebennierenoperation: komplette oder teilweise Entfernung der Nebennieren
  • Milzentfernung 
  • Übergewichtschirurgie mit Magenbandoperation und Magenbypass
  • Leberresektion

 

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