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Funktion der Milz

Im gesunden Organismus sorgt die Milz durch ihre Speicherfunktion für Blutzellen für eine geregelte Aufrechterhaltung der Blutzellenkonzentration im Blut. Eine Vergrößerung der Milz kann unterschiedliche Ursachen, wie entzündliche Erkrankungen oder Erkrankungen des körpereigenen Abwehrsystems der blutbildenden Organe (Knochenmark), haben.

Bildet sich die Vergrößerung der Milz nach Behandlung der Grunderkrankung/en nicht zurück und macht sich eine Fehlfunktion durch den erhöhten Abbau von roten Blutkörperchen oder die Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) oder der weißen Blutkörperchen bemerkbar, kann bei Versagen der medikamentösen Therapie die Entfernung die Therapie der Wahl sein.

Welche Beschwerden macht eine vergrößerte Milz?

Bei einer ausgeprägten Vergrößerung der Milz kommt es oftmals zu Druckgefühl und Schmerzen im linken Oberbauch, die in die Schulter ausstrahlen können. Ist eine Fehlfunktion aufgetreten, macht sich dies unter Umständen durch eine Gerinnungsstörung bemerkbar, die an Einblutungen und Blutergüssen der Haut und Unterhaut nach Bagatelltraumen oder anhaltenden Blutungen bei Nasenbluten beziehungsweise nach Zahnentfernung zu erkennen sind.

Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Zum Nachweis einer Milzvergrößerung bei entsprechender Grunderkrankung sind notwendig:

  • Körperliche Untersuchung
  • Untersuchung des Blutbildes (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten)
  • Ultraschalluntersuchungen des Bauchs
  • Computertomographie des Bauchraums

Welche Behandlung ist möglich?

Treten im Rahmen der Grunderkrankung beispielsweise eine Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems nach medikamentöser Therapie, eine Fehlfunktion der Milz durch einen erhöhten Abbau der roten oder weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen in der Milz auf und führt diese zu Symptomen in Form von Gerinnungsstörungen oder macht diese weiderholte Blutübertragungen notwendig, kann eine gezielte medikamentöse Therapie, beispielsweise durch Cortison, erfolgen. Bei Nichtansprechen auf eine medikamentöse Therapie kann die operative Entfernung des Organs angezeigt sein. Zuvor muss eine Impfung gegen bestimmte Bakterien, die Pneumokokken, erfolgen, damit es nach Fehlen des Organs nicht zu Entzündungen durch diese Bakterien kommt.

Die Operation kann konventionell durch einen Bauchschnitt unterhalb des linken Rippenbogens, aber auch mit der laparoskopischen Operationstechnik (Knopflochchirurgie) bis zu einer bestimmten Milzgröße erfolgen.

Nach der Operation kann die Verklumpung der Blutplättchen durch die Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin) gehemmt oder sogar verhindert werden. Das Blutbild sollte wegen der Grunderkrankung regelmäßig kontrolliert werden. Weitere spezielle Vorsichtsmaßnahmen sind nicht erforderlich.

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