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Das Magenband

Operationsverfahren:

Adjustierbares Magenband:

Hierbei wird durch ein verstellbares Gummiband der obere Anteil des Magens mit einer Grösse von ca 20 ml vom übrigen Magen abgetrennt. Durch die schnelle Füllung dieses neuen Vormagens entsteht beim Patienten schnell ein Gefühl der Sättigung, das ein weiteres Essen nicht mehr notwendig macht. Hierdurch wird der Patient "erzogen" langsam und in kleinen Mengen zu Essen. Das Band wird in minimalinvasiver Technik (Laparoskopie, Schlüssellochchirurgie) eingelegt. Ein Verbindungsschlauch zu einem metallummantelten Ballonsystem in der Bauchdecke ermöglicht das Enger- und Weiterstellen in der Anschlusstherapie.

Voraussetzungen (Indikationen) für eine Magenbandoperation:

  • Körpermasse Index (BMI) > 40 kg / m²
  • Patienten mit einem BMI 35.0 - 39.9 kg / m² mit durch das Übergewicht aufgetretene Folgeerkrankung, die sich durch eine Gewichtsabnahme verbessern können (z.B. Zuckerkrankheit, Gelenkerkrankungen, Schlafapnoe).
  • Dauer der Erkrankung über 5 Jahre (mehrere Phasen mit niedrigerem Gewicht bei JoJo Effekt sind möglich)
  • Erfolgloser Versuch der Therapie mit nichtoperativen Massnahmen länger als 1 Jahr (um dies zu gewährleisten ist eine Vorstellung in der Esstörungsambulanz der Abteilung für Psychosomatik sowie in der Ernährungsberatung der Medizinischen Klinik bei uns Voraussetzung)
  • Therapiewille und Bereitschaft des Patienten zur regelmässigen Weiterbetreunung durch uns, Führen eines Diätplans und intensive Ernährungsberatung auch nach der Operation

Keine Möglichkeit zur Einlage eines Magenbandes besteht bei Patienten mit:

  • Chronischen Entzündungen im oberen Magendarmtrakt (Ulkuserkrankungen, Morbus Crohn, Dauereinnahme von Aspirin o. ä.)
  • "Sweet-Eater" , Patienten bei denen das Übergewicht durch das zwanghafte Essen von Süssigkeiten und flüssiger Kalorienzufuhr (Cola, Speiseeis, Milchshake, Bier) zustande kommt. Eine Gewichtsabnahme ist bei diesen Patienten nicht möglich.
  • Suchterkrankungen, die nicht ausgeheilt sind (Alkohol, Drogenkonsum)
  • Fehlbildungen und Anomalien im Bereich des oberen Magen-Darm-Traktes
  • Schwangerschaft und Kinderwunsch innerhalb von 2 Jahren nach Bandimplantation
  • Ösophagusvarizen und portaler Hochdruck
  • Allergien auf das Material des Magenbandes
  • Kinder unter 18 Jahren

Voroperationen im Bereich des Oberbauches gestalten die Anlage schwierig.

 

© Text: von Dobschütz 2005

unterer Abschluss
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