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Allgemeines zu Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Unter chronisch entzündlichen Darmerkrankungen versteht man den Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa . Es handelt sich hierbei um gutartige Darmerkrankungen mit entzündlichem Charakter, deren Ursache und Entstehung unbekannt sind. Der Verlauf der Erkrankungen ist uneinheitlich und wechselt zwischen akuten Entzündungsphasen und Remissionsphasen; selten zeigen sie einen kontinuierlichen Krankheitsverlauf mit gleichbleibend entzündlicher Aktivität. Zusätzlich treten bei Morbus Crohn sehr häufig Fisteln in der Afterregion auf.
Welche Beschwerden lassen eine chronisch entzündliche Darmerkrankung vermuten?
- anhaltende Durchfälle (Dauer über drei Wochen beziehungsweise wiederkehrende Durchfälle)
- krampfartige Bauchschmerzen
- blutige Durchfälle
- starke Gewichtsabnahme
- Abszesse, Fisteln
- Fieber
- Fisteln in der Bauchdecke
- Hautveränderungen
- Gelenkbeschwerden
Sollten eine oder mehrere dieser Veränderungen bei Ihnen auftreten, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.
Welche Untersuchungen sind bei Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung notwendig?
- Spiegelung des Dickdarms und des Magens mit Entnahme von Gewebeproben
- Untersuchung des Stuhls auf Parasiten, Bakterien und Pilze
- Untersuchung einer Milchzuckerunverträglichkeit
- Untersuchung des Dünndarms (Röntgenuntersuchung oder Computertomographie beziehungsweise Kernspintomographie)
- Blutuntersuchung zur Erkennung von Blutarmut, Vitamin- und Eisenmangel
Welche Behandlungen sind bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen möglich?
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind beides Erkrankungen, die in erster Linie mit Medikamenten behandelt werden müssen. Je nach Lokalisation der Erkrankung, Intensität der Entzündung und Beschwerden kommen antientzündliche Medikamente wie Cortison und Acetylsalicylsäure und/oder Immunsuppressiva zur Anwendung. Bitte suchen Sie in diesen Fällen unbedingt Ihren Hausarzt auf.
Wann muss operiert werden?
Eine operative Behandlung ist unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich, wie zum Beispiel:
- wenn die Erkrankung nicht mehr durch Medikamente gebessert werden kann
- wenn Medikamente zu schweren Nebenwirkungen führen
- wenn (bei der Colitis ulcerosa) die Gefahr einer Krebsentstehung besteht
- wenn ein Darmverschluss droht
- wenn ein Abszess oder eine Fistel entstanden sind
- starke Darmblutungen auftreten
Wie muss operiert werden?
Auch wenn es sich bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa um ähnliche entzündliche Darmerkrankungen handelt, die im wesentlichen auf die gleichen Medikamente ansprechen, ist eine genaue Unterscheidung der Erkrankungen für den Fall einer Operation unbedingt notwendig.
Spezialsprechstunde für chronisch entzündliche Darmerkrankungen
© Text: Prof. Ruf














