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Orthopädie
Die Orthopädie darf in Freiburg auf eine besonders lange Tradition zurück blicken. Sie beginnt mit dem Jahre 1835, damals wurde eine entsprechende universitäre Einrichtung begründet. Bedeutende Vertreter dieses Faches waren Carl Friedrich Hecker und Georg Friedrich Louis Stromeyer. Sie führten innovative operative Behandlungstechniken wie Sehnendurchtrennungen (Tenotomien) in die Behandlung von Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates ein.
Auf Initiative der Professoren Aschoff (Pathologe) und Kraske (Chirurg) wurde 1917 erstmalig ein Lehrstuhl für das Fach Orthopädie als Extraordinariat eingerichtet. Erster Lehrstuhlinhaber war Alexander Ritschl, der allerdings bereits zwei Jahre später im Rahmen der Neubesetzung des Lehrstuhles für Chirurgie den E. Lexer erhielt, seine universitäre Arbeit beendete. Die Betreuung orthopädischer Patienten wurde ab diesem Zeitpunkt wieder bis zum Jahre 1970 durch Mitarbeiter der Chirurgie übernommen. Herausragende Vertreter der Chirurgischen Klinik, die orthopädische Operationstechniken förderten, waren der bereits erwähnten E. Lexer und E. Rehn. In diese Periode fiel auch die erstmalige Implantation einer Hüftgelenks-Endoprothese, bevor überhaupt die Ära der modernen Gelenk-Endoprothetik begann.
Am 01.01.1970 wurde Professor Bätzner auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Orthopädie berufen. Fast 20 Jahre lang führte er die orthopädische Abteilung, die mit 150 Betten ursprünglich einmal die größte innerhalb der Chirurgischen Klinik war. Sein Verdienst war die Implementierung moderner chirurgischer Techniken in der Orthopädie wie Osteotomien, Implantation von Knie- und Hüft-Endoprothesen, aber auch Initiierung operativer Behandlungen von Wirbelsäulendeformitäten und der damals revolutionären Technik von Gelenkspiegelungen.
Ab Oktober 1977 übernahm Prof. A. Reichelt den Lehrstuhl für Orthopädie, der nach seiner Emeritierung im Frühjahr 2003 nicht wieder besetzt wurde. Kennzeichen seiner klinischen Tätigkeit war die Förderung und Fortentwicklung moderner Operationsverfahren in der Orthopädie. Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit war die Behandlung von degenerativen Schultergelenkserkrankungen. National und international beachtet wurden die hier gemachten Fortschritte in der regenerativen Knorpelchirurgie und Wirbelsäulenendoskopie. Herr Prof. Reichelt legte allerdings auch großen Wert darauf, konservative Verfahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Seit dem 01.04.2003 liegt die Leitung der Orthopädie des Departments für Orthopädie und Traumatologie in den Händen des langjährigen ersten Oberarztes der Klinik für Orthopädie Dr. M. Haag. Er ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und begleitet diverse Ehrenämter im Bereiche der Ärztekammer und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sein klinischer Schwerpunkt ist die Behandlung von Wirbelsäulen-, Gelenk-, Tumorerkrankungen.
Sprechstunde:
Dienstag 8.30 bis 12.00 Uhr
Kabine 4-5 der Chirurgischen Poliklinik
Sprechstunde Dr. M. Haag (Privatpatienten):
Dienstag und Donnerstag 12.00 bis 15.00 Uhr
Kabine 12-14 der Chirurgischen Poliklinik
Kontakt:
Ärztlicher Leiter Dr. Martin Haag
martin.haag@uniklinik-freiburg.de





