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Untersuchung des Autobiographischen Gedächtnisses mittels fMRT

Ein wichtiger Teil des Gedächtnisses ist das so genannte Autobiographische Gedächtnis. Hierbei handelt es sich um Gedächtnisinhalte, die das eigene Leben betreffen, z.B. Urlaubserlebnisse, aber auch Fakten aus der eigenen Vergangenheit, wie etwa der Geburtsort oder der Hochzeitstag. Das Autobiographische Gedächtnis ist bislang noch nicht ausreichend erforscht. Da es in engem Zusammenhang mit den geistigen Anforderungen des täglichen Lebens steht, ist seine genauere Erforschung von hoher praktischer Relevanz. Eine Mehrzahl an Studien konnte zeigen, dass Schädigungen im mesialen Temporallappen mit Beeinträchtigungen im Autobiographischen Gedächtnis assoziiert sind (Gilboa et al., 2005; Viskontas et al., 2000). Anhand einer systematischen Untersuchung von Patienten mit diagnostizierten Temporallappenepilepsien könnten die Konsequenzen durch Temporallappenschädigungen auf das autobiographische Netzwerk dargestellt werden. Aus diesem Grund sammeln wir Daten von Patienten mit Temporallappenepilepsie und gesunden Probanden. In der vorliegenden Studie soll mithilfe eines neuen fMRT-Paradigma geklärt werden, ob bei Temporal- bzw. Frontallappenepilepsie im autobiographischen Gedächtnis Aktivierungsunterschiede im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen bestehen.

Vor der Untersuchung bekommen die Patienten eine sog. SenseCam (eine Kamera) mitgegeben. Die SenseCam ist eine Kamera, die automatisch mehrere hundert Photos pro Tag erfasst. Der Anwender hängt sich die SenseCam um den Hals oder befestigt sie unauffällig an seinem Körper. Die Kamera bietet Platz für eine Speicherkarte, die aufgrund der niedrigen Auflösung bis zu 30000 Fotos speichern kann. Außerdem ist sie mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet. Integriert sind außerdem Beschleunigungs- und Lichtsensoren, die für zusätzliche Aufnahmen sorgen sollen, wenn der Nutzer sich zügig bewegt und so sein Umfeld schnell ändert (Berry et al., 2007).

Der Proband nimmt an einem standardisierten Ausflug teil, der mithilfe der SenseCam dokumentiert wird. Danach bekommen die Probanden, während sie im MRT-Scanner liegen, Bilder ihres eigenen Ausflugs gezeigt. Währenddessen sollen die Versuchspersonen die Erinnerung an die gezeigte Situation möglichst bildhaft abrufen. Als Kontrollbedingung werden Bilder von fremden Situationen und Gegenständen präsentiert. Anschließend werden noch verschiedene behaviorale Maße wie z.B. die dekklarative Langzeitgedächtnisleistung erhoben.

Bilder der SenseCam

Ansprechpartner: Frau Dipl. Psych. F. Buschmann

 

 

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