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Was bedeuted "Compliance"?
Unter Compliance wird die Einhaltung der Empfehlungen des behandelnden Arztes bei diagnostischen und therapeutischen Massnahmen verstanden. Bei Epilepsien bedeutet dies insbesondere, dass betroffene Patienten an den diagnostischen Schritten, die zur Klärung der Frage des Vorliegens einer Epilepsie und der spezifischen Epilepsieform, gegebenenfalls auch der Ursache der Epilepsie mitwirken. Insbesondere zählt aber die Einhaltung der zur Behandlung ausgesprochenen Empfehlungen hierzu: also die Einhaltung gewisser Verhaltensregeln (regelmäßiger Nachtschlaf, Vermeidung größerer Mengen von Alkohol, Vermeidung spezifischer anfallsauslösender Situationen usw.), die regelmäßige Einnahme der Antiepileptika und das Führen eines Anfallskalenders zur Beurteilung des Therapieerfolges.
Da Epilepsien chronische Erkrankungen sind, fällt insbesondere die Compliance mit der langjährigen Therapie nicht immer leicht. Schwankungen der Medikamentenspiegel sind jedoch nur ungünstig für die Anfallskontrolle und Verträglichkeit, sondern gehen, wie eine neuere Unterschung von 2008 zeigt, sogar mit einem höheren Risiko für Todesfälle bei Epilepsiepatienten einher. Es ist daher wichtig, auf die Einhaltung der empfohlenen Einnahme von Medikamenten sorgfältig zu achten und mögliche Probleme mit dem Arzt offen anzusprechen, damit eine gut verträgliche und gleichzeitig wirksame Therapie erreicht werden kann.




