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Prominente Epilepsiekranke

Auch wenn viele Prominente das Bestehen einer Epilepsie aus Gründen einer möglichen Stigmatisierung nicht publik machen, gibt es eine Vielzahl historisch bedeutender Personen, für die das Vorliegen einer Epilepsie aus Berichten eindeutig hervorgeht.

Eine Auswahl ist in der Tabelle angegeben.

Gaius Julius Caesar
(römischer Staatsmann, 100-44 v. Chr.)
Der römische Autor Sueton berichtet, Caesar habe während seiner Tätigkeit epileptische Anfälle (Defectio epileptica) erlitten; auch der Geschichtsschreiber Appanius berichtet von Epilepsie und plötzlichen Konvulsionen bei Caesar. Plutarch berichtet von einem Anfall während der Schlacht von Thapsus.
Napoleon Bonaparte
(Französischer Imperator, 1769-1821)
Napoleon litt bereits in seiner Jugend an epileptischen Anfällen, die aus der Schulzeit und in einer Darstellung Talleyrands überliefert sind.
Alfred Nobel
(schwedischer Chemiker und Erfinder des Dynamits, Stifter des Nobelpreises, 1833-1896)
Nobel berichtet in einem autobiographischen Gedicht von Zuckungen in der Kindheit, bei denen es sich am ehesten um epileptische Anfälle gehandelt hat.
Gustave Flaubert
(französischer Schriftsteller, 1821-1880)
Nach eigenen Angaben und Berichten seiner Freunde manifestierte sich die Epilepsie Flauberts im Alter von 22 Jahren. Er litt unter Aura-Eingeleiteten Anfällen, die oft aus dem Schlaf heraus auftraten.
Fjodor Michailowitsch Dostojewskij
(russischer Schriftsteller, 1821-1881)
Im Alter von 30 Jahren begann die Epilepsie Dostojewskis. Sie fand Eingang in mehrere Werke des Schriftstellers, am prominentesten in den Roman "Der Idiot", in dem Fürst Myschkin unter durch Glücksauren eingeleitete konvulsiven Anfällen litt.
Vincent van Gogh
(holländischer Maler, 1853-1890)
Zumindest in den letzten Lebensjahren litt Vincent van Gogh unter einer am ehesten symptomatischen fokalen Epilepsie.





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