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Aktuelle Studien der Sektion Epileptologie
Im Epilepsiezentrum des Universitätsklinikums Freiburg werden für Patienten Studien durchgeführt,
in deren Rahmen schon jetzt neue, noch nicht auf dem Markt befindliche Medikamente, verbesserte
Formen bereits vorhandener Medikamente oder auch neue Therapieverfahren angeboten werden können.
Beispiele für solche neuen Therapieoptionen, die Ihnen schon jetzt angeboten werden können, sind:
1.) Controlled Randomized Stimulation versus Resection - CoRaStiR
Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der Behandlung fokaler Epilepsien hippocampalen
Ursprunges durch Tiefenhirnstimulation.
Epilepsien hippocampalen Ursprunges sind in den meistenEpilepsien hippocampalen Ursprunges sind in
den meisten Fällen mit derzeit verfügbaren Antiepileptika nicht wirksam behandelbar. Die
Epilepsiechirurgie bietet eine hochwirksame Behandlungsoption mit einer erzielbaren Anfallsfreiheit
von ca. 60-70%. Bei noch vorhandener physiologischer Funktion des Hippocampus (z.B. für
Gedächtnisprozesse) kann jedoch die Resektion zu Minderungen alltagsrelevanter Gedächtnisleistungen
führen. Behandlungen mittels Tiefenstimulation im Hippocampus scheinen demgegenüber, soweit
bisherige Studieergebnisse verfügbar sind, nicht mit verschlechterten Gedächtnisleistungen
einherzigehen. In der Studie wird daher der Behandlungseffekt einer hippocampalen Stimulation
verglichen mit Resektionen. Der Einschluss ist voraussichtlich im Jahr 2008 und 2009 möglich.
2. Tiefenhirnstimulation: eine neue Option zur Epilepsiebehandlung
3.) Vergleich einer verbesserten, gleichmäßigeren Wirkstofffreisetzung von Oxcarbazepin mit
dem üblichen Präparat.
Eine neue Galenik des seit langem bei Pat. mit partieller Epilepsie zum Einsatz kommenden
Wirkstoffs Oxcarbazepin (enthalten in Trileptal und Timox) ermöglicht, dass dieser gleichmäßiger ins
Blut freigesetzt wird. In der Studie werden mögliche Vorteile dieser neuen Freisetzungeform hinsichtlich
Verträglichkeit und Wirksamkeit untersucht.
Wenn Sie eine fokale Epilepsie mit mindestens 2 Anfällen pro Monat haben und derzeit mit 900-1500 mg
Oxcarbazepin behandelt werden, können Sie hier teilnehmen und ggf. die neue Präparatform bereits jetzt
kostenlos erhalten.
4.) Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pregabalin als erster Zusatztherapie bei neu
diagnostizierten Epilepsien.
Pregabalin (Lyrica) ist ein seit 2004 für die Behandlung partieller (fokaler) Epilepsien
zugelassenes Antikonvulsivum, das bislang meist als 2. oder 3. Antikonvulsivum bei Patienten mit
schwer zu behandelnden Epilepsien zum Einsatz kam. Oft sind Substanzen wie Pregabalin bei frühem
Einsatz noch wirksamer als später.
Wenn bei Ihnen erst ein oder zwei Antikonvulsiva eingesetzt wurden, können Sie an dieser Untersuchung
von Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pregabalin kostenlos teilnehmen.
5.) Wechsel auf eine Monotherapie mit Levetiracetam
Levetiracetam (Keppra) ist eines der vielversprechendsten neuen Antiepileptika, wurde bislang
vorwiegend als zusätzliches Medikament eingesetzt. Oft sind Antiepileptika jedoch in Monotherapie noch
besser verträglich und gleich wirksam wie in Kombination.verträglich und gleich wirksam wie in
Kombination.
Wenn Sie einer fokalen oder generalisierten Epilepsie leiden, die bislang erst mit einem oder zwei
Antiepileptika behandelt wurden, können Sie an dieser Studie teilnehmen. Zunächst wird Levetiracetam
zusätzlich gegeben, bei guter Wirksamkeit und Verträglichkeit dann als alleinige Behandlung. Auch die
Teilnahme an dieser Langzeitstudie ist kostenlos.
6.) Wirksamkeit und Verträglichkeit von Zonisamid in unterschiedlichen Dosierungen bei
Erwachsenen mit einer fokalen Epilepsie.
Zonisamid (Zonegran) wurde 2005 in Deutschland zugelassen. Im Rahmen der Studie wird die
optimale Dosis einer Zusatztherapie (200 oder 400 mg pro Tag) bestimmt.
Wenn Sie ein oder zwei Antiepileptika einnehmen, können Sie Zonisamid in einer dieser Dosierungen
zusätzlich für mindestens 16 Wochen kostenlos erhalten.
7.) Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Levetiracetam mit Carbamazepin unter
Alltagsbedingungen im Langzeitverlauf.
Hier werden ein erfolgreiches neues Medikament mit der Referenzsubstanz Carbamazepin
vergleichen. Wenn bei Ihnen im letzten Jahr eine Epilepsie neu diagnostiziert wurde, können Sie
eine Behandlung über einen Zeitraum von einem Jahr kostenlos erhalten. Hierbei ist uns Ihre Meinung
zur Verträglichkeit und Wirksamkeit besonders wichtig, die über Fragebögen erhoben wird.
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In Kürze werden weitere Studien, auch unter Verwendung von Nachfolgepräparaten von derzeit bereit verfügbaren Antiepileptika angeboten werden.Wenn Sie an einer dieser Behandlungsmöglichkeiten Interesse haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen in unserem Sekretatiat (Frau v. Kurnatowski, Tel. 0761 270/ 5366) oder in der Epilepsieambulanz (Fr. Dr. Carus, Tel. 0761 270/5025). |















