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Verantwortung in der Forschung

 

Bericht der Kommission "Verantwortung in der Forschung" der Medizinischen Fakultät

Weitere Informationen zum Forschungsbericht finden Sie auf der Internet-Seite der Medizinischen Fakultät 

Präambel

Wissenschaftliche Arbeit dient dem Erkenntnisgewinn. Durch die Teilnahme an wissenschaftlichen Untersuchungen werden junge Wissenschaftler ausgebildet. Der Stil wissenschaftlicher Arbeit prägt die Entwicklung eines Wissenschaftlers; wissenschaftliche Erkenntnisse sind für seine Karriere von Bedeutung.

Angesichts wachsenden Konkurrenzdrucks kann damit in der wissenschaftlichen Arbeit, wie in anderen Lebensbereichen auch, Fehlverhalten nicht ausgeschlossen werden. Wissenschaftliches Fehlverhalten reicht von inkorrektem Zitieren über die Aneignung fremden geistigen Eigentums bis zum Verfälschen oder Erfinden von Daten.

Die Redlichkeit des Wissenschaftlers ist Grundvoraussetzung für wissenschaftliche Arbeit. Anders als der Irrtum widerspricht Unredlichkeit in der wissenschaftlichen Arbeit dem Wesen der Wissenschaft: Man kann von der Natur nichts lernen, wenn man betrügt. Die bekannt gewordenen Fälle von Fehlverhalten und Betrug fügten dem Ansehen der Wissenschaft in der Öffentlichkeit großen Schaden zu.

Die Redlichkeit des Wissenschaftlers ist durch kein Regelwerk zu ersetzen. Andererseits kann, wie in anderen Lebensbereichen auch, Fehlverhalten in der wissenschaftlichen Arbeit durch die Vorgabe von Rahmenbedingungen wenn schon nicht grundsätzlich verhindert, so doch eingeschränkt werden.

Die Kommission hat es sich zur Aufgabe gemacht, in möglichst knapper Form Vorschläge für eine gute wissenschaftliche Praxis zu unterbreiten. Sollten diese Vorschläge zur Regel werden, was wir wünschen, würden sie nach unserer Auffassung dazu beitragen, Qualität bei der wissenschaftlichen Arbeit zu fördern und wissenschaftliches Fehlverhalten zu verhindern.

M. Frotscher

Vorsitzender der Kommission

Freiburg, im Januar 1998