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Palliativmedizin bedeutet die umfassende Behandlung und Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren und zum Tode führenden Erkrankung. Dabei sollen körperlich belastende Beschwerden optimal gelindert sowie entsprechend den Bedürfnissen und Wünschen der betroffenen Menschen auch psychische, soziale und spirituelle Aspekte berücksichtigt werden. Palliativmedizin beinhaltet nicht nur medizinische Behandlung, sondern schließt gleichwertig menschliche, ärztliche, pflegerische und psychosoziale Fürsorge ein mit dem Ziel, dem Patienten das größtmögliche Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.
Der Begriff „palliativ“ leitet sich ab vom lateinischen pallium = Mantel, Decke bzw. griechischen πάλλω = ich schwinge. So wie Mantel und Decke schützen und wärmen steht auch in der Palliativmedizin das Wohlergehen des Patienten im Vordergrund. Das Leben wird bejaht, der Tod soll weder beschleunigt noch hinausgezögert werden, vielmehr soll durch eine individuelle Betreuung auch für schwerstkranke Patienten die Qualität des Lebens verbessert werden. Darin sind auch die Unterstützung und Betreuung der Angehörigen eingeschlossen. Der Schwerpunkt liegt in der Zeit, in der Sterben und Tod absehbar werden, doch ist es oft sinnvoll, Palliativmedizin frühzeitig einzusetzen.





