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Freiburger MAZE
Wie ist das "Freiburger Schema" zur chirurgischen Therapie des Vorhofflimmerns?
Wir empfehlen grundsätzlich allen Patienten, die bei uns herzoperiert werden, und bei denen präoperativ Vorhofflimmern besteht, zusätzlich zur normalen Herzoperation eine MAZE-Operation durchführen zu lassen. Als Energiequelle zur Vorhofablation verwenden wir Hochfrequenz-Ultraschallenergie,sowie monopolare und bipolare Radiofrequenzgeräte (Abbildung 8+9).
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| Abb 8: mono- (links) und bipolares Gerät (rechts) zur Radiofrequenzablation | |
Wird eine Herzoperation durchgeführt, bei der der linke Vorhof nicht eröffnet wird (z. B. Aortenklappenersatz oder Bypassoperation) empfehlen wir eine reine Isolation der Lungenvenen mit dem Hochfrequenz-Ultraschallgerät, da der Übergang der Lungenvenen zum linken Vorhof der häufigste Ort für die Entstehung von autonomen Erregungen darstellt. Wird der linke Vorhof routinemäßig bei der Herzoperation eröffnet (z. B. bei Mitralklappen-Operationen), empfehlen wir eine links-atriale MAZE-Operation unter Verwendung des monopolaren Radiofrequenzgerätes. Bei allen Patienten führen wir routinemäßig eine Entfernung des linken Herzohres durch. Dies soll die Wahrscheinlichkeit zur Entstehung von Thromben im linken Vorhof reduzieren.
Was muss ich vor der geplanten MAZE-Operation wissen? Was sind die Risiken der MAZE-Operation?
Nach der MAZE-Operation kommt es zunächst zu einem strukturellen Umbau des Vorhofgewebes. Im Rahmen dieser Umstrukturierung kann es auch nach der Operation häufig noch zu Herzrhythmusstörungen kommen. Bei bis zu 40% der Patienten besteht auch unmittelbar nach der MAZE-Operation Vorhofflimmern. Diese Patienten erhalten daher bereits in der frühen postoperativen Phase Medikamente, die eine Konversion in einen Sinusrhythmus begünstigen. Diese Medikamente benötigen ca. eine Woche, bis sie einen ausreichenden und wirksamen Medikamentenspiegel im Blut zu erreichen. Besteht nach Erreichen eines wirksamen Medikamentenspiegels weiterhin Vorhofflimmern, wird bei den Patienten eine Echokardiographie über eine Schlucksonde durchgeführt ("transösophageale Echokardiographie", TEE). Hierdurch soll kontrolliert werden, ob sich Thromben in den Vorhöfen gebildet haben, die bei einer möglichen Vorhofkontraktion fortgespült werden könnten. Anschließend wird eine elektrische Konversion in einen Sinusrhythmus auf der Intensivstation versucht. Gelingt dies nicht, bitten wir den Patienten, sich zunächst nach 3 Monaten erneut bei uns vorzustellen. Sollte nach 3 Monaten noch kein Sinusrhythmus bestehen, empfehlen wir die erneute Durchführung einer transösophagealen Echokardiographie mit anschließender elektrischer Kardioversion. Vor Entlassung wird bei jedem Patient ein Langzeit-EKG durchgeführt, um einen stabilen Rhythmus zu dokumentieren.
In ca. 5 - 12% der Fälle kommt es nach der MAZE-Operation zu einer zu niedrigen Pulsfrequenz, so dass die Patienten einen Herzschrittmacher benötigen.
Alle Patienten werden in unserer ambulanten MAZE-Sprechstunde nach 3, 6 und 12 Monaten nachuntersucht.In jedem Fall sollten alle Patienten nach erfolgter MAZE-Operation für mindestens 6 Monate Marcumar einnehmen. Nach 6 Monaten sollte nochmals ein Langzeit-EKG und eine Echokardiographie durchgeführt werden. Wenn es nicht mehr zu Herzrhythmusstörungen gekommen ist, das Langzeit-EKG einen stabilen Sinusrhythmus und die Echokardiographie eine normale Vorhofkontraktion zeigt, kann die Marcumartherapie nach 6 Monaten beendet werden.
Sollten Sie bezüglich der Erkrankung und deren Behandlung weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.














