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Ablauf einer CI-OP

Einspritzen (Xylocain 0,5% mit 5 Tropfen Suprarenin auf 50 ml) im Bereich des Hautschnittes; Hautschnitt bogenförmig vom Gehörgang nach hinten (erweiterte enaurale Incision) oder S-förmiger Schnitt retroaurikulär; sorgfältige Blutstillung; durchtrennen der Kopfschwarte mit dem monopolaren Messer, abschieben der Fascie mit dem großen Raspatorium, im Bereich des Gehörganges ggf. auch mit dem runden Rasp. oder dem Joseph;
entnehmen eines Muskelstückchens (das auf dem Brettchen in kleine Teilchen geschnitten und mit einem Meroceltuch feucht bedeckt wird), einsetzen der beiden großen Wundspreizer;
Mastoidektomie mit dem größten Rosenbohrer, fräsen des Implantatbettes mit Rosenbohrer und Walze, Kontrolle mit dem Template;
anlegen einer Verbindung zwischen Mastoidhöhle und Implantatbett mit dem Grabenbohrer;
für den Dacronfaden werden mit dem Löcherbohrer zwei kleine Kanäle von der Kalotte in die Mastoidhöhle gebohrt;
einlegen des Dacronfadens, die Nadel wird abgeschnitten, der Faden mit einer kleinen Klemme armiert und seitlich angeklemmt;
darstellen des Antrums unter dem Mikroskop, eröffnen des Mittelohres über eine posteriore Tympanotomie, einlegen eines mit Suprarenin getränkten Gelitawürfelchens in das Tympanon;
eröffnen der Cochlea mit den angeschliffenen Bohrern: 1,5 und 0,6 mm, ggf. auch mit dem Dreiecksmesser und/oder einem Innenohrraspatorium;
einbringen von Healon in die Cochleostomie;
ausschalten der Wärmematte und des HF-Gerätes, öffnen des Implantates nach Anweisung des Operateurs;
der Operateur entnimmt das Implantat selbst aus der inneren Hülle;
benetzen der Elektrode mit Healon ( einspritzen direkt in die Elektrodenhülle;
oder eine kleine Portion auf das Brettchen oder auf den Handschuh spritzen und die Elektrode durchziehen), einschieben der Elektrode in die Cochlea mit der Klaue und dem feinsten Sauger;
umlegen der Cochleostomie mit kleinen Muskelteilchen (auf der Nadel);
fixieren der Elektrode im Bereich der Mastoidhöhle mit Zement: trocknen der Fixationsstelle mit einem Lanzett-Tupfer, anrühren des Zementes auf Anweisung des Operateurs, anreichen einer kleinen Zementmenge auf dem Plestermesser, anmodellieren des Zementes mit einem zweiten, sauberen Plestermesser;
während der Aushärtphase muß die Elektrode sehr ruhig gehalten werden;
einlegen des Implantates in das maßgeschneiderte Bett und fixieren mit dem Dacronfaden, abschneiden mit der Metzenbaumschere;
anschl. Messungen mit der Spule, um die Funktion der Elektrode zu prüfen;
ggf. Verschluß der posterioren Tympanotomie mit etwas größeren Muskelteilchen;
entfernen der Wundspreizer;
PDS-Naht über dem Implantat, Naht der Kopfschwarte, Subcutannaht im Bereich des Gehörgangs, Hautnaht, " Mäuschen" in den Gehörgang, Naht mit Jodobac abtupfen, eingeschnittene Kompresse ums Ohr, Bausch und weitere Kompressen, zirkulärer Kopfverband, bei Kindern Stülpaverband;

Praktische Tips
- 2 feine anatomische Pinzetten: für den Dacronfaden und das Implantat.
- Die neuen Dacronfäden (aus der Implantathülle) auf das CI- Sieb legen und die alten verwerfen.
- Muskelgewebe bis zum Schluß auf dem Tisch behalten, bei Bedarf muß noch eine Trommelfellperforation verschlossen werden.
- Techniker erst rufen, wenn das Tympanon eröffnet ist.
- Der Assistenzarzt soll rechtzeitig zum Rasieren gerufen werden (auch wenn noch nicht 8:15 Uhr ist).
- Entfernen des Stabilisierungsdrahtes bei Contour-Implantaten mit Klaue und scharfem Häkchen.
- Fixierung des Implantates über dem Implantatbett mit PDS-Naht.

Sieb

Instrumente

Naht

Schnittführung

Intracutannaht
unterer Abschluss
Impressum