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Zweiter Schienenlärmkongress

vom Regionalverband Südlicher Oberrhein und dem

Universitätsklinikum Freiburg
30. April 2010, Universität Freiburg

Zu lange wurde unterschätzt, wie Schienenlärm den Mensch belastet. Dabei wird Lärm – im Gegensatz zu anderen Umweltbelastungen – mit dem anhaltenden Verkehrswachstum weiter zunehmen, und zwar zur empfindlichen Nachtzeit noch stärker als am Tag. Die Lärmbetroffenen fordern spürbare Lärmverminderung und besseren Gesundheitsschutz.



Bundesweit anerkannte Experten sind sich einig: Die technische Ausrüstung des Rollenden Materials ist ebenso wie die bisherige Sonderstellung der Eisenbahn bei der Bemessung des Lärmschutzes überholt.

Immer stärker kritisiert werden aus medizinischer Sicht der sog. „Schienenbonus“ und das Fehlen eines Spitzenschallpegelkriteriums, insbesondere zur Nachtzeit. Im Ergebnis wird der Bahn ein um 5 dB (A) höherer äquivalenter Dauerschallpegel als im Straßenverkehr erlaubt. Auf Aufwachreaktionen kommt es dabei gar nicht an.



Im Interesse der vom Aus- und Neubau der Rheintalbahn betroffenen Menschen veranstaltete der Regionalverband Südlicher Oberrhein gemeinsam mit der Universität Freiburg im Juli 2008 den Ersten Schienenlärmkongress.



Aufgrund der bei diesem Kongress gewonnenen Erkenntnisse beauftragte der Regionalverband Südlicher Oberrhein im Dezember 2008 das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg mit der Erarbeitung einer Studie, die den (weltweit) „anerkannten Erkenntnisstand der Lärmwirkungsforschung im Bereich Schienenlärm“ (und der Haltbarkeit des Schienenbonus) darstellt.



Die Ergebnisse dieser Studie und damit der für die weitere politische und juristische Auseinandersetzung mit dem Schienenbonus maßgebliche sogenannte „allgemein gesicherte Erkenntnisstand zur Lärmwirkungsforschung“ soll mit dem am 30.04.2010 in der Albert-Ludwigs-Universität stattfindenden von Regionalverband Südlicher Oberrhein und Universitätsklinikum Freiburg einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und wissenschaftlich sowie (fach-)politisch diskutiert werden. Hierzu laden wir Sie recht herzlich ein.



Die Studienerkenntnisse sollen sowohl neue politische als auch fachliche und juristische Impulse für die in der Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung postulierten stufenweisen Abschaffung des Schienenbonus setzen.



Hochrangige Fachleute aus Wissenschaft und Politik werden dazu Stellung nehmen und auf dem Podium mit Ihnen diskutieren.

Einladung und Programm des Kongresses als pdf.

unterer Abschluss
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