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Lymphatische Gefäßfehlbildungen
Hierbei handelt es sich um Fehlbildungen des Lymphgefäßsystems. Dieses transportiert die Lymphe, eine proteinreiche Flüssigkeit, die durch Filtration der Blutflüssigkeit durch die Blutgefäßwände entsteht. Sie dient der Zell- und Gewebsernährung und wird durch das Lymphgefäßsystem wieder in das Blut zurückgeführt. Auch der Transport der Lymphozyten von ihren Bildungsorten in das Blut verläuft über die Lymphgefäße.
Lymphatische Gefäßfehlbildungen (Lymphangiome) treten als inkonstante Schwellungen in Erscheinung. Sie liegen meist in der Haut oder in Schleimhäuten und bestehen aus kleinen oder großen Zysten (mikro-, makrozystisches Lymphangiom). Je nach Füllungszustand der Zysten mit Lymphflüssigkeit können die Läsionen unterschiedlich deutlich sicht- und tastbar sein.
Lymphatische Malformationen entstehen im Laufe der Embryonalentwicklung, zur Entdeckung der angeborenen Veränderungen führen häufig erst Einblutungen oder Infektionen. Makrozystische Lymphangiome können bereits intrauterin entdeckt werden und wurden früher als „zystische Hygrome“ bezeichnet.
Häufig sind Lymphatische Gefäßmalformationen im Kopf- und Halsbereich lokalisiert und führen zu Gesichtsasymmetrie, irregulärem Knochenwachstum oder Vergrößerung von Zunge, Lippen und Ohren.
Häufigste Komplikationen der Lymphatischen Gefäßfehlbildungen sind Infektionen und Einblutungen. Längerfristige Komplikationen können sich durch übermäßiges Wachstum der beteiligten Gewebe oder Knochen ergeben. Im Bereich des Brustkorbs kann es durch Austritt von Lymphflüssigkeit in die Brusthöhle zu Herz- bzw. Lungenproblemen kommen.
Lymphatische Malformationen im Magen-Darm-Trakt können durch Proteinverlust Störungen der Nahrungsverwertung verursachen.
Therapiemöglichkeiten:
- Operative Entfernung
- Evtl. Sklerosierung
- Konservativ: Kompression, Lymphdrainage, Physiotherapie





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