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Gefäßfehlbildungen
Gefäßfehlbildungen oder Vaskuläre Malformationen sind angeborene Fehlbildungen, die bei Geburt vorhanden, jedoch oftmals noch nicht in voller Größe ausgebildet sind. Sie können zunächst unerkannt bleiben und erst zu einem späteren Zeitpunkt in Erscheinung treten, z. B. durch eine Verletzung oder die hormonelle Umstellung während der Pubertät.
Sie vergrößern sich in aller Regel nur sehr langsam und proportional zum Wachstum der betroffenen Körperpartie.
Der Charakter der Gefäßfehlbildung wird vor allem durch die beteiligten Gefäßsysteme bestimmt. Es ist grundsätzlich zwischen Blut- und Lymphgefäßen zu unterscheiden.
Erstere sind von Blutgefäßendothelzellen mit charakteristischen Eigenschaften ausgekleidet und gehören je nach Aufbau der Gefäßwand zum kapillaren, arteriellen oder venösen System der Blutzirkulation.
In besonderen Fällen gibt es direkte Verbindungen zwischen Arterien und Venen in Form so genannter arteriovenöser (AV) Shunts.
Gefäßfehlbildungen aus Lymphgefäßen, deren Endothelzellen ebenfalls charakteristische Eigenschaften besitzen, stellen eine besondere Gruppe dar.
Häufig lassen sich in Gefäßmalformationen Blut- und Lymphgefäße unterschiedlicher Morphologie und Anzahl finden, sodass von gemischten Gefäßmalformationen gesprochen wird. Entsprechend kann man Gefäßfehlbildungen in verschiedene Gruppen einteilen:
- Kapilläre Gefäßfehlbildungen
- Venöse Gefäßfehlbildungen
- Arteriovenöse Gefäßfehlbildungen
- Arterielle Gefäßfehlbildungen
- Lymphatische Gefäßfehlbildungen
- Kombinierte Gefäßfehlbildungen
Gefäßfehlbildungen geben oft auch Hinweise auf assoziierte Syndrome wie das Sturge-Weber- oder Klippel-Trenaunay-Syndrom, das Turner-, Noonan- oder Mafucci-Syndrom.





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