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Hämatopoetische Stammzelltransplantation
Seit der ersten erfolgreichen Knochenmarktransplantation vor 36 Jahren in den USA hat sich die Stammzelltransplantation zu einem festen Bestandteil in der Behandlung bösartiger Bluterkrankungen entwickelt. Insbesondere im pädiatrischen Bereich gibt es aber auch eine Reihe von zwar nicht bösartigen, aber dennoch lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie z. B. angeborene Anämien oder Immundefekte, die mit einer Stammzelltransplantation geheilt werden können. An der Freiburger Universitäts-Kinderklinik konnte die Stammzelltransplantation 1994 nach Bezug des Hauses Feldberg eingeführt werden. Im ersten Jahr und in den Folgejahren wurden hauptsächlich so genannte autologe Transplantationen durchgeführt. Bei der autologen Transplantation erhält der Patient nach einer Hochdosischemotherapie seine eigenen, ihm zuvor entnommenen, Stammzellen zurück. Diese Form der Behandlung wird in der Kinderonkologie bei einigen Tumoren, wie z.B. bei den fortgeschrittenen Stadien des Neuroblastoms oder Ewing-Sarkoms, eingesetzt. Bei Leukämien müssen hingegen gesunde Stammzellen von einem passenden Geschwister oder freiwilligen Fremdspender übertragen werden. Diese so genannte allogene Transplantation birgt mehr Risiken, die für den Patienten im Einzelfall lebensbedrohlich oder gar tödlich sein können.
Das Konzept der Freiburger Kinderonkologie sieht eine flexible Nutzung aller Zimmer auf der onkologischen Station je nach aktuellem Bedarf vor. Mit der Eröffnung des Anbaues von Haus Feldberg im Jahr 2005 sind 3 neue Patientenzimmer fertig gestellt worden, die ebenfalls für die Stammzelltransplantationen benutzt werden können. Insgesamt stehen damit jetzt 5 mit einer Schleuse und einem Luftfilter ausgestattete Patientenzimmer zur Verfügung.
Bis Ende 2004 sind am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin 152 Kinder und Jugendliche allogen, d.h. von einem Geschwister oder Fremdspender, transplantiert worden. Bei ca. einem Viertel der Patienten lag eine angeborenen Bluterkrankung oder ein Immundefekt vor, die Mehrzahl der Patienten aber war an einer Form von Leukämie erkrankt. Da Prof. Niemeyer die Deutsche und Europäische Studie für zwei spezielle Leukämieformen leitet, ist es verständlich, dass uns Patienten mit diesen Krankheiten oft zur Behandlung zugewiesen werden. So waren nahezu die Hälfte der in Freiburg transplantierten Leukämiepatienten an einem so genannten myelodysplastischen Syndrom (MDS) oder einer juvenilen myelomonozytären Leukämie (JMML) erkrankt. Im Rahmen unserer Studienarbeit konnten wir in den letzten Jahren bei diesen Leukämieformen große Fortschritte erzielen. Bei der JMML ist eine Heilung überhaupt nur mit einer Stammzelltransplantation möglich. Die Heilungschance mit Transplantation lag vor 10 Jahren bei ca. 30 %, heute ist sie doppelt so hoch. Ähnliche Fortschritte zeigten sich auch bei der Behandlung des MDS.
| Oberärztin | Dr. Brigitte Strahm |
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Telefon 0761 / 270 - 46 250 | Telefax - 45 540 |
| Facharzt | Dr. Thomas Vraetz |
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Telefon 0761 / 270 - 45 490 | Telefax - 45 540 |
| SZT-Schwester: | Eva-Marie Klenk | Telefon 0761 / 270 - 45 490 | Telefax - 45 540 |




