



Begriffe, Krankheiten, Einrichtungen u.v.m., verknüpft mit dem zuständigen Bereich.
Im Menüpunkt "Übersicht" sind Einrichtungen unter verschiedenen Gesichtspunkten gruppiert: Kliniken, Abteilungen, Institute, Zentrale Einrichtungen und ähnliches.
Lesen Sie im folgenden Informationen zur chirurgischen Behandlung von Lebermetastasen am Universitätsklinikum Freiburg, zu Tumoren des Dickdarm- und Mastdarmbereichs und zu den verschiedenen Arten der Leberresektion
Auf den weiteren Seiten informieren wir Sie über
- den Ablauf der Operation, die Vorbereitung zur OP und die Nachbehandlung
- und geben Antworten auf häufig gestellte Fragen
Lebermetastasen
Die chirurgische Behandlung von Patienten mit Lebermetastasen hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Durch eine exakte operative Therapieplanung durch moderne Schnittbildgebungsverfahren (CT, MRT) sowie durch neue technische Möglichkeiten einer präzisen und gewebeschonenden Technik der Leberdurchtrennung ist die Komplikationsrate auch nach größeren Eingriffen deutlich zurückgegangen. Hinzu kommt, dass durch die Fortschritte im Bereich der multimodalen Therapie, dies bedeutet die Kombination von operativer Therapie, Chemotherapie und oder interventioneller Therapie z. B. im Rahmen der Radiofrequenz-Thermoablation, heutzutage auch für Patienten Heilungschancen bestehen, die früher als unheilbar galten.
Die Leberchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg
Das Besondere in der Leberchirurgie ist, dass die Leber die beinahe einzigartige Fähigkeit zur Regeneration besitzt. Dies bedeutet, dass entferntes Lebergewebe auch vom Körper eines Erwachsenen nachgebildet wird. Aus diesem Grund ist es möglich, 75% bis maximal 80% des Lebervolumens bei einem sonst lebergesunden Patienten zu entfernen. Schon nach wenigen Wochen ist der Großteil des Verlustes an Lebergewebe durch eine Volumenzunahme der verbleibenden Leber ausgeglichen.die beinahe einzigartige Fähigkeit zur Regeneration besitzt. Dies bedeutet, dass entferntes Lebergewebe auch vom Körper eines Erwachsenen nachgebildet wird. Aus diesem Grund ist es möglich, 75% bis maximal 80% des Lebervolumens bei einem sonst lebergesunden Patienten zu entfernen. Schon nach wenigen Wochen ist der Großteil des Verlustes an Lebergewebe durch eine Volumenzunahme der verbleibenden Leber ausgeglichen.
Am Universitätsklinikum Freiburg werden jährlich 80 bis 100 Leberresektionen durchgeführt. Die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie verfügt über alle notwendigen technischen Voraussetzungen um auch komplexe Leberresektionen durchführen zu können. Mittels moderner Ultraschalltechniken kann während der Operation die Leber nochmalig genauesten untersucht werden und die operative Therapie entsprechend dem Befund individualisiert werden. Unseren Patienten steht mit dem Cavitron Ultrasonic Surgical Aspirator (CUSA®) ein modernes technisches Instrument für die Durchtrennung des Lebergewebes zur Verfügung, welches eine sehr feine Präparationstechnik und einen Minimierung des Blutverlustes erlaubt.
Tumoren des Dickdarm- und Mastdarmbereichs
Einer der häufigsten Gründe für eine chirurgische Therapie von bösartigen Leberveränderungen stellen heutzutage Metastasen von Tumoren aus dem Dickdarm- und dem Mastdarmbereich dar. Etwa die Hälfte der Patienten mit diesen so genannten kolorektalen Karzinomen entwickeln im Rahmen ihrer Tumorerkrankung bösartige Tochtergeschwülste in der Leber. Obwohl die heutzutage verwendeten Chemotherapeutika zum Teil hochwirksam sind, kann durch eine alleinige Chemotherapie eine Heilung bislang nur ganz selten erzielt werden. Die einzige kurative Therapieoption bei diesen Patienten besteht in einer chirurgischen Entfernung der Läsionen. Allerdings kann es durch eine Chemotherapie zu einem deutlichen Rückgang der Größe der Lebertumore kommen, so dass zunächst nicht operable Metastasen doch noch einer chirurgischen Therapie zugeführt werden können. Bei einem kleineren Teil der Patienten kann eine operative Entfernung des Tumors bei einem späteren, erneuten Auftreten einer Läsion zum zweiten Male oder sogar öfters durchgeführt werden.
Arten der Leberresektion
Die Leber wird in insgesamt 8 Segmente eingeteilt, die durch ihre jeweiligen Zuflüsse (Portalvenen, Äste und Äste der Leberarterien) sowie durch ihre Abflüsse in die Lebervenen definiert sind. Heutzutage unterscheidet man verschiede Arten der Leberresektion. Bei den so genannten atypischen Resektionen werden ohne Beachtung der anatomischen Grenzen meist oberflächlich gelegene Tumore operativ entfernt. Diese Eingriffe sind in der Regel technisch einfach und rasch durchführbar. Bei den anatomischen Resektionen dagegen orientiert sich das Resektionsausmaß an den Grenzen, die durch die oben erwähnten 8 Segmente definiert worden sind. Zu den Standardeingriffen in der Leberchirurgie gehören heutzutage die so genannten Hemihepatektomien, bei denen entweder die linke oder die rechte Leber entfernt wird oder die so genannte linkslaterale Bisegmentektomie, bei der nur die links außen gelegenen Segmente II und III reseziert werden. Es soll nun im Folgenden der gesamte Ablauf von der Vorbereitung der Operation bis zur Entlassung dargestellt werden.





