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Operative Bereich
80 Prozent aller Deutschen, so das Ergebnis einer repräsentativen Emnid- Umfrage vom September 2005, würden für ihr gutes Aussehen eine Schönheitsoperation in Kauf nehmen. Angesichts solcher Zahlen kann sich die Plastische Chirurgie wohl auch in den kommenden Jahren auf ein erhöhtes Arbeitspensum einstellen. Ein Boom, der sich laut Prof. Dr. Björn Stark, Ärztlicher Direktor der Abteilung Plastische und Handchirurgie am Universitätsklinikum, allerdings all zu häufig aus fragwürdigen Quellen speist. „Viele Angebote,“ erklärt der Chirurg, „haben nicht die nötige Qualität. Sie werden von Kollegen angeboten, die keine Facharztausbildung in Plastischer Chirurgie haben.“ Dem will man im neuen Jahr an der Uniklinik Freiburg entgegenwirken – mehrere neue Einrichtungen stehen dann für eine qualitativ noch hochwertigere medizinische Versorgung der Patienten zur Verfügung. „Die Uniklinik,“ so Stark weiter, „steht für diesen Qualitätsanspruch. Außerdem sind wir verpflichtet, dem wachsenden Bedarf an diesen Operationen nachzukommen. Schließlich ist die Uniklinik keine Insel, sondern muss sich den gesellschaftlichen Bedürfnissen stellen.“
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Bereits in den vergangenen Jahren haben Björn Stark und sein Team verstärkten Zulauf feststellen können. Die typische Patientin, so Stark, sei etwa 55-60 Jahre alt, sportlich aktiv und beruflich erfolgreich – ihr Aussehen entspreche jedoch nicht mehr ihrer Lebensgestaltung. „Häufig haben die Patientinnen das Gefühl, dass sie sich nicht so fühlen, wie sie sich im Spiegel sehen. Sie nehmen sich anders wahr.“ Meist können die plastischen Chirurgen mit kleinen Eingriffen weiterhelfen. So bietet die Abteilung Plastische und Handchirurgie bereits seit Jahren das volle Spektrum an – von der Korrektur der Ober- und Unterlider über Nasen- und Ohrkorrekturen und Brustoperationen bis zur Fettabsaugung, zum Facelifting und zur Bauchund Oberschenkelstraffung. Im neuen Jahr erwartet Patienten der Universitätsklinik ein noch besserer Service. Dann werden Stark und seine Kollegen Dr. med. Jörg Borges und Dr. med. Holger Bannasch in Zusammenar Zusammenarbeit mit Roland Burtsche, unter anderem Hausherr des Colombi Hotels, im Attikageschoss des Stadt-Hotel Freiburg eine neue Privatklinik eröffnen. Die Erich-Lexer-Klinik, benannt nach einem gebürtigen Freiburger Chirurgie-Pionier, ist eine der modernsten Kliniken für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Deutschland. Björn Stark ist überzeugt vom architektonischen Design, das ganz auf Glas und Licht setzt. „Damit wollen wir die Idee des gläsernen OP’s ausdrücken, der die plastische Chirurgie vom Image des halbdunklen Milieus befreit – alles ist transparent und offen.“ Dennoch gewährt das neue Haus die bestmögliche Diskretion und den größtmöglichen Komfort. Zentraler Bestandteil der Behandlung ist für Björn Stark die Beratung der Patientinnen und Patienten. Hier unterscheiden sich seiner Meinung nach die ausgebildeten Plastischen Chirurgen am meisten von ihren weniger qualifizierten Kollegen. „Für die Entscheidung zur OP ist die innere Motivation des Patienten ausschlaggebend. Es darf keine irrationalen Erwartungen geben.“ Zur Beratung gehören auch die Analyse des Risikos und das Aufzeigen von Alternativen zur Operation. Erst dann wird die Entscheidung zum Eingriff im Detail durchgesprochen. Die Prioritäten sind klar: „Der Patient muss ein Problembewusstsein zeigen.“
Eine Aussage, der auch Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, nur zustimmen kann. „Auch der Arzt muss immer hinter einer Operation stehen können. Es muss einen plausiblen Grund für einen Eingriff geben.“
Hightech in der Zahnklinik
Anders als sein Kollege Stark hat sich Schmelzeisen auf chirurgische Eingriffe ausschließlich im Gesichtsbereich spezialisiert. Auch er erkennt jedoch einen erhöhten Bedarf bei den Patienten. Viele, so seine Erfahrung, wollten gut erholt aussehen – so sei zum Beispiel eine Straffung der Augenlider eine sehr gefragte Operation. Auch für den von ihm inaugurierten „Biolift“ als natürliche Gesichts- und Halshautstraffung besteht große Nachfrage, da bei dieser Operation der persönliche Gesichtsausdruck und insbesondere die Mimik des Patienten gewahrt werden. Wahre Schönheit kommt von innen. So betrachten Schmelzeisen und seine Fach- und Oberärzte, die alle in Medizin und Zahnmedizin ausgebildet sind, auch den Knochen. Oft ist ein Schönheitsfehler durch eine Operation an der Haut nicht zu beheben. Hier können Oberoder Unterkiefer verschoben oder eine Nasen oder Kinnplastik erforderlich werden.





