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Tumorchirurgie
Die Therapie von schädelbasisnahen Tumoren stellt eine chirurgische Herausforderung dar.
Aufgrund der komplexen anatomischen Verhältnisse ist die radikal intendierte Resektion häufig erschwert. Ein entscheidendes Problem ergibt sich weiterhin aus der Gewährleistung eines dreidimensionalen Sicherheitsabstandes bei der Tumorentfernung, insbesondere nach einem sog. “downstaging“ der Tumore durch neoadjuvante Chemo- oder Strahlentherapie. Dies macht eine konkrete und exakte intraoperative Lokalisation erforderlich. Durch den Einsatz des non-invasiven Schienenreferenzierungssystems ist es möglich den Patienten vor, während und nach adjuvanter Chemotherapie mit derselben Schiene im CT zu untersuchen. Über die angebrachten Referenzmarker können so die verschiedenen Bilddatensätze millimetergenau korreliert werden, wodurch die Tumorvolumina verglichen und so die Wirksamkeit der Chemotherapie überprüft werden kann. Der entscheidende Vorteil für die chirurgische Therapie liegt jedoch darin, daß die ursprüngliche Tumorbegrenzung vor Chemotherapie in den posttherapeutischen Datensatz übertragen werden kann.
Dies ermöglicht eine erhöhte Radikalität durch Resektion des Malignoms entsprechen der virtuellen, ursprünglichen Grenzen. Weitere Indikationen sind minimalinvasive, navigationsgestützte Probebiopsien und mikroskopisch navigierte Tumorresektionen. In jedem Fall ist ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten mit der Neurochirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Ophthalmologie, Radiologie, Strahlentherapie und Onkologie für den Erfolg der Behandlung ausschlaggebend.





