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Schulalltag am Krankenbett
Von Rebecca Esenwein
(18.2.2008) Hausaufgaben, Klassenkammeraden, Pausenhofspiele, Schullandheim und Klassenarbeiten gehören ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Bei Krankheit sind diese Dinge plötzlich nicht mehr Teil des Alltags. In dieser Situation, zu beraten, zu vermitteln und nicht zuletzt Unterrichtslücken zu füllen ist Ziel der Klinikschule des Universitätsklinikums.
Die Schule für Kranke des Universitätsklinikums ist eine regelrechte Modellschule. Delegationen aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, kommen um vom Freiburger Modell zu lernen. Das Lehrerkollegium betreut 600 bis 800 Schüler aller Altersstufen im Jahr. Folglich sind die Aufgaben und Anforderungen größtenteils anderer Art als an einer normalen Schule. Wesentlicher Grundpfeiler ist aber auch an der Schule für Kranke das Unterrichtsangebot an sich. Ob in den Räumen der Schule oder am Krankenbett - wenn es die Verfassung des Kindes zulässt, wird ein individuell gestalteter Unterricht angeboten. Der Unterricht hilft nicht nur, die Lücken in der schulischen Entwicklung zu füllen, er ist ein Beitrag zur Behandlung und Rehabilitation. Ein Stück Normalität für die Kinder, die die gewohnte Lebensumgebung für eine Weile verlassen haben. In den letzten Jahren wurden die Aufenthalte der kleinen Patienten im Universitätsklinikum immer kürzer. Die verminderten Liegezeiten bedeuten auch immer kürzere Phasen in denen die Kinder von der Klinikschule betreut werden.
Beratung ist wichtig
Hier kommt eine weitere Funktion der Klinikschule zum Tragen. Sie ist Schlüsselpunkt in der Zusammenarbeit zwischen Stammschule, Kindern und Eltern. Die Klinikschule berät die Beteiligten und erarbeitet mit ihnen ein Konzept, das Schulalltag und die neue Lebenssituation so weit als möglich zusammenführt. Die Erhaltung der schulischen Kontinuität ist dabei immer zentrales Thema. Je besser die Zusammenarbeit zwischen der Stammschule und der Klinikschule, desto reibungsloser können die kranken Kinder und Jugendlichen trotz Handicap ihre Schulausbildung meistern. Nach einer Entlassung aus der Klinik ist, insbesondere bei Kindern mit chronischer oder psychischer Erkrankung, die Beratung der Stammschule durch die Klinikschule hilfreich für alle Betroffenen. Hier wird neben den schulischen Belangen auch über die Krankheit und den richtigen Umgang damit aufgeklärt.
Neue Leitung
Nach Frieder Schmitt, der 20 Jahre lang die Klinkschule erfolgreich leitete und aufbaute, tritt nun Wolfgang Jansen als neuer Schulleiter in die Dienste der Schule für Kranke. Er kann hier auf seine Erfahrungen mit Kindern mit Behinderungen und schwer zugänglichen Jugendlichen zurückgreifen, die er an unterschiedlichen Förder- und Sonderschulen gesammelt hat. Dass man an der Klinikschule die Notwendigkeit zur individuellen Betreuung erkannt und ausgebaut hat, freut ihn, denn „die Zusammenarbeit mit den Kindern, Ärzten und Eltern macht mir großen Spaß. Es ist mir sehr wichtig in dieser für jedes kranke Kind einzeln besonderen Situation das Beste herauszuholen. "Diese Herausforderung ist jeden Tag aufs Neue spannend“, sagt er. Dabei möchte er insbesondere die Möglichkeiten nutzen, die ganz neue Konzepte und Ideen bieten. „Da man bei jedem Kind immer wieder neu herausfinden muss, wie es in der gegebenen Situation am erfolgreichsten lernen kann, sind neue Medien und Ideen gerade an der Klinikschule wunderbar einsetzbar“, erzählt Wolfgang Jansen.
Innovative Lernkonzepte
Kontakt
Wolfgang Jansen
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Innovative Lernkonzepte für Kinder mit den unterschiedlichsten Problemen hat er schon früher im Rahmen der „Medienoffensive Schule“ erprobt und kennen gelernt. Der frischgebackene Schulleiter freut sich auf seine neuen Aufgaben und auf die neuen Möglichkeiten an der Klinikschule. Er möchte nicht „irgendwelche Fälle verwalten“ sondern „immer wieder motivieren ungewöhnliche Wege zu gehen und mit den Schülern und Lehrern zusammen das Schulleben entwerfen.“











