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Verletzungen vermeiden

(11.6.2010) Nicht nur Profifußballer auch Hobbyfußballer, die sich im Angesicht der Fußball-Weltmeisterschaft auf unzähligen Plätzen zum „Kicken“ treffen, verletzen sich beim Spielen. Richtiges Training hilft.

(bw) Verletzungen gehören zum Profifußball genauso, wie missglückte Torschüsse. Sie können das Spiel entscheiden, Karrieren beenden oder Vereine Unsummen an Geld kosten. Auch Hobbyfußballer, die sich im Angesicht der Fußball-Weltmeisterschaft auf unzähligen Fußballplätzen oder einfachen Wiesen zum „Kicken“ treffen, verletzen sich beim Spielen.
Neben leichten Blessuren sind es hier vor allem Verletzungen der Sprunggelenke und der Knie, die zu monatelanger Spielunfähigkeit führen können, weiß Andreas Aust, Arzt in der Klink für Sportorthopädie und Sporttraumatologie des Universitätsklinikums Freiburg und Vereinsarzt des SC Freiburg, zu berichten.



Muskeltraining hilft Verletzungen zu vermeiden

Jede vierte Verletzung im Fußball betrifft das Kniegelenk. Bei der Hälfte dieser Verletzungen kommt es zu Rissen in den Bändern, Kapseln oder den Menisken, so dass eine Operation oft unausweichlich ist. Dabei muss es nicht immer eine Zweikampfsituation sein, aus der die Verletzung resultiert. Oftmals sind einfach die Platz- oder Bodenverhältnisse am Zustandekommen der Verletzung schuld.

Kontakt

Dr. Michael Peters (Ärztlicher Leiter)
Klinik für Sportorthopädie und Sporttraumatologie Department Orthopädie und Traumatologie

Email: michael.peters@uniklinik-freiburg.de
Tel.: 0761/ 270-7475

Um solche Verletzungen schon im Vorfeld zu vermeiden, sollte jeder, der regelmäßig Fußball spielt, seine gesamte Muskulatur trainieren. Vor allem die Muskelgruppen, die beim Fußball vernachlässigt werden, wie die Abduktoren, die Außenseiten des Oberschenkels oder die Bauch- und die Rückenmuskulatur müssen gestärkt beziehungsweise gedehnt werden. Bei der Schussbewegung nach vorne, zur Mitte des Körpers hin, werden die inneren Oberschenkelmuskeln gut trainiert, die Muskeln der Außenseiten sind jedoch häufig verkürzt.

Vor dem Training oder dem Spiel ist richtiges Aufwärmen und Dehnen das Wichtigste: Einlaufen mit und ohne Ball in einem leichten Laufschritt. Vorwärts und rückwärts laufen, mit oder ohne Überkreuzen der Beine. Armkreisen vor- und rückwärts, leichte Gymnastik und Beweglichkeitsübungen. Gegen Ende des Aufwärmens ein paar lockere Steigerungsläufe, Sprints und Stretchingübungen, und das Spiel kann beginnen. Wenn man dann noch darauf achtet, genügend zu trinken, ist man auf der sicheren Seite, denn auch zu wenig Flüssigkeit kann zu Muskelverletzungen führen.

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Verletzungen sollten nicht unterschätzt werden

Neben dem gezielten Training der Muskulatur helfen Tapeverbände oder Bandagen, die Sprunggelenke zusätzlich zu stabilisieren. Genauso wichtig wie die Vorbereitung vor dem Spiel ist eine ausreichende Erholungsphase danach. Durch Schwimmen, Radfahren oder Jogging können sich Muskeln und Gelenke von der hohen Belastung aktiv erholen. Auch sollte während des Spiels nicht bis zur völligen Erschöpfung gekämpft werden, denn das größte Verletzungsrisiko im Profifußball birgt nicht der Zweikampf, sondern schlicht die Ermüdung der Spieler.

Sollte es trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen zu Verletzungen kommen, ist es besonders wichtig, diese nicht zu unterschätzen, denn „ein großes Problem bei der Behandlung von Knieverletzungen ist, dass viele Patienten nicht genügend Zeit für die Rehabilitation einplanen und eine zu kurze Sportpause einlegen. Dadurch steigt das erneute Verletzungsrisiko“, so Dr. Michael Peters, Ärztlicher Leiter der Sportorthopädie und Sporttraumatologie des Universitätsklinikums Freiburg, in der jedes Jahr über 6500 Verletzungen und Überlastungsschäden bei Sportlern aller Art behandelt werden.

                                                                                                                                                                                                                                                                                           zurück...