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Gefährliche Sommerzeit

(12.7.2010) Der Sommer hält wie jedes Jahr wieder einige Gefahren für uns bereit, die oft einfach übersehen oder sogar ignoriert werden. Eigentlich leichtsinnig, denn dabei besteht akute Lebensgefahr.

(sg) Vielen ist gar nicht bewusst, welche kleinen und großen Tücken der Sommer für uns bereit hält. So sind Gewitter im Sommer besonders häufig. Wenn man sich zu dieser Zeit draußen aufhält, beispielsweise zum Schwimmen oder Zelten, sollte man auf ein paar Punkte achten.

Es ist ratsam bei einem Gewitter das Baden sofort einzustellen und den Kontakt mit Wasserflächen, egal ob Pool, See oder Fluss zu vermieden. Regenschirme und Zelte sollten zwar vor Orkanböen geschützt werden, dabei aber metallfrei sein, also ohne metallhaltige Stangen oder Heringe. Auch metallische Gegenstände, die man am Körper trägt, wie Uhren, Gürtel und Schmuck legt man besser ab. Auch Handys lässt man bei einem Gewitter besser in der Tasche. Auf einem Zeltplatz sollte außerdem ein mindestens zehn Meter hoher Blitzableiter vorhanden sein. Dieser muss aber in jedem Fall höher sein, als alle anderen Bäume, Stangen oder Türme in seiner Umgebung, denn nur dann interessieren sich die Blitze wirklich für ihn. Gleichzeitig gilt aber immer auch, dass von allen Gegenständen wie Blitzableitern, Bäume oder Strommasten ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingehalten werden muss. Der alte Leitspruch: „Buchen soll man suchen, Eichen soll man weichen“ ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Gefahr eines umstürzenden Baumes wird größer, je weniger Unterholz er hat, je allein stehender seine Lage, je höher sein Stamm und je stärker seine Krone ist.

Dennoch ist es nicht immer eine gute Idee, den wohltuenden Schatten des Waldes zu meiden. „Hat der Körper keine Möglichkeit mehr die Hitze abzugeben, droht ein Hitzeschlag“, warnt Professor Dr. Manfred Zehender, Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Leitender Oberarzt der Abteilung Kardiologie und Angiologie. Anzeichen hierfür ist eine erhöhte Körpertemperatur, bis zu 43°C, Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Erbrechen sowie beschleunigte Atmung oder Herzschlag. Hier sind Sportler wie Übergewichtige verstärkt gefährdet. Aber auch Durchblutungsstörungen sowie Hauterkrankungen, die die Schweißproduktion hemmen, erhöhen das Risiko.

Da Säuglinge noch über keine ausreichende Schweißproduktion verfügen, muss auf sie besonders geachtet werden. Atmungsaktive Kleidung, das Vermeiden von körperlich anstrengenden Tätigkeiten und gelegentliches Abkühlen mit kaltem Wasser können Abhilfe schaffen. „Ein Hitzschlag kann durch Schädigung der Innenwände der Blutgefäße zu einem lebensbedrohlichen Schock führen. Die wichtigste Sofortmaßnahme ist die externe Senkung der Körpertemperatur durch kalte Umschläge und vorsichtigem Anspritzen mit kaltem Wasser“, rät Professor Zehender. Wer sich nicht nur großer Hitze sondern auch der direkten Sonneneinstrahlung aussetzt, kommt in die bekannte, aber leichtsinnig in Kauf genommene Gefahr eines Sonnenbrandes.

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Das Vorbräunen im Solarium zum Vorbeugung eines Sonnenbrandes ist leider nur ein Gerücht. Sonnenlicht enthält sowohl UV-A wie auch UV-B Strahlung, das Solarium hingegen produziert vornehmlich UV-A Strahlung, dafür manchmal bis zu 1000 Mal mehr als die Sonne. „Leider ist die UV-A Strahlung aber nur für die „schnelle“ Bräune zuständig, die bald wieder verflogen ist und den Eigenschutz der Haut nicht fördert. UV-B Strahlung hinterlässt eine längerfristige Bräune, ist aber auch hauptverantwortlich für den Sonnenbrand und damit assoziierte Krebsentstehung“, erklärt Professor Dr. Dorothee Nashan, Leitende Oberärztin der Abteilung Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Schon mancher ging als weißes Brötchen in den Urlaub und kam als brauner Lederball zurück. Ein normaler Sonnenbrand ist eine Verbrennung des ersten oder sogar des zweiten Grades und erhöht nicht nur die Hautkrebsgefahr, sondern schlägt – wie auch die kumulative UVA-Exposition – dem Schönheitsideal ein Schnippchen. „Grobporige Haut, vermehrte Mitesser, nachlassende Hautelastizität und auch verstärkte Faltenbildung sind der Preis für jahrelanges Sonnenbaden“, warnt Professor Nashan.

„Findet der Urlaub im Ausland statt, sollte man außerdem Vorsorgemaßnahmen treffen. Eine gut bestückte Reiseapotheke sollte unbedingt mit in den Koffer“, empfiehlt Professor Dr. Winfried Kern, Leitender Arzt der Sektion Klinische Infektiologie der Uniklinik Freiburg. Die wichtigsten Gesundheitsinfos zu den meisten Reiseländern und um welche Impfungen und Medikamente sich gekümmert werden muss, finden Sie hier...

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