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Mallorca - Das Kleinod im Mittelmeer

Mallorca: Das klingt, vor allem wenn es in Deutschland noch winterlich kalt ist, nach Sonne, Strand und einem ersten Vorgeschmack auf den kommenden Sommer. Mallorca, die Sonneninsel der Deutschen. Trotz des Tourismusrummels hat Mallorca viel von seiner erhabenen Schönheit bewahrt.

(Von Magnus Gees)
Zum Beispiel in der Hauptstadt der Insel, in Palma. Wie geschichtsträchtig Palma ist, deutet sich schon von ferne an. Im Westen begrenzt von der Festung Bellver und im Osten von der gotischen Kathedrale, ist die 325.000 Einwohner zählende Stadt geprägt von den verschiedenen Mächten, die sich um ihren Besitz gestritten haben. Im Laufe der Jahrhunderte kamen Phönizier, Römer und Araber, schließlich die Katalanen und dann die Bourbonen.

Ein Rundgang beginnt am besten am prominentesten Bauwerk der Stadt, an der Kathedrale. Die Insulaner nennen sie schlicht «La Seu» - der Sitz. Der Sage nach hatte Katalanen-König Jaume I. während eines Sturmes auf hoher See gelobt, ein mächtiges Gotteshaus auf Mallorca zu errichten, falls er heil aus dem Unwetter herauskäme. Sein Bitten fand Gehör, und so legte er 1230 den Grundstein für die Kathedrale auf dem Fundament einer ehemaligen maurischen Moschee. Gegenüber der Kathedrale liegt der Palau Almudaina. Er diente schon im Mittelalter den mallorquinischen Monarchen als Residenz. Heute hält dort Spaniens König Juan Carlos seine Audienzen, wenn er auf der Insel weilt - und das geschieht recht oft, weil er es liebt, in den Gewässern um die Balearen zu segeln.

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An den Palast schließt sich die Altstadt Palmas an. Die meisten Häuser entlang des Weges geben sich zur Straßenseite hin abweisend mit auch bei Tage verriegelten Fensterläden. Das bedeutet nicht, dass in diesen Häusern niemand mehr wohnt, sie sind nur - für Palma typisch - um einen Innenhof gebaut, durch den das Licht ins Gebäude strömt. Bis ins 13. Jahrhundert war Palma eine arabische Großstadt. Am Grundriss der Altstadt kann man das noch heute erkennen. Es gibt jedoch kein gleichmäßiges Straßennetz und auch keine großen zentralen Plätze, wie sie in europäischen Metropolen üblich sind.

Aus der Zeit der Mauren sind aber nur mehr Gebäudereste vorhanden. Palma ist bis heute das kulturelle, geschäftliche und touristische Zentrum Mallorcas geblieben. Und wenn man bei einem Milchcafe, einen «Cafe con leche», in einem der vielen Strassencafes sitzt, kommt man sich fast wie ein Einheimischer vor. Das ist das andere Mallorca - weitab von überfüllten Stränden und Ballermann.

 

                                                                                                                                        zurück...