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Nase voll von wenig Luft
(01.06.2011) Viele Menschen leiden unter Nasenatmungsproblemen, tun aber nichts dagegen. Dabei können schon eine Allergiebehandlung und vergleichsweise kleine operative Eingriffe die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern. Betroffene können sich am kommenden Samstag in der Universitäts-HNO-Klinik informieren.
Weit über 80 Prozent der Bevölkerung haben
eine verkrümmte Nasenscheidewand (Foto: Fotolia)
Vom Frühjahr, für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres, hatte Miriam Mesenbauer (Name geändert) lange Zeit die Nase voll. Besonders in den Frühlingsmonaten litt sie oft unter einem derart starken Schnupfen, der ihr die Nase regelrecht verstopft hat. „Aber auch im Winter bekam ich zu wenig Luft durch die Nase. Irgendwann musste ich regelmäßig abends zu abschwellendem Nasenspray greifen, um überhaupt schlafen zu können“, berichtet sie.
Bei der HNO-ärztlichen Spiegeluntersuchung am Universitätsklinikum Freiburg zeigte sich eine bläulich verfärbte Schleimhaut, die Nasenscheidewand war s-förmig verkrümmt und die Nasenmuscheln massiv angeschwollen. Beim Allergietest stellte sich eine Überreaktion auf Frühblüherpollen heraus, die Computertomographie der Nasennebenhöhlen zeigte eine teilweise Verschattung der Nasennebenhöhlen, was auf eine chronische Entzündung hindeutete.
Nach dem eindeutigen Befund wurde Frau Mesenbauer operiert. Die Nasenscheidewand wurde korrigiert und die Engstellen des Nebenhöhlensystems endoskopisch so erweitert, dass die Atemprobleme nach der OP behoben waren. Zusätzlich profitierte Miriam Mesenbauer von einer Allergietherapie: Eine Desensibilisierungs-Spritzentherapie sorgte dafür, dass sie seither auf die Frühblüherpollen nicht mehr allergisch reagiert. Für Miriam Mesenbauer bedeutet dies eine immens verbesserte Lebensqualität: Schlafen ohne Nasenspray, kein Schnarchen mehr, Sport mit einer Nase voller Luft und kein Druckgefühl mehr über den Kieferhöhlen. „Ich hätte das schon viel früher behandeln lassen sollen“, sagt sie heute.
HNO-Patiententag
Samstag, 4. Juni 2011
Kontakt für Betroffene
Universitäts-HNO-Klinik
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Was tun bei Nasenatmungs- und Nebenhöhlenproblemen?
„Weit über 80 Prozent der Bevölkerung haben eine verkrümmte Nasenscheidewand“, erklärt Dr. Susanne Kinzer, Oberärztin an der Freiburger Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde: „Altersabhängig leiden sogar bis zu 20 Prozent der Bevölkerung unter einem allergischen Schnupfen, dem sogenannten Heuschnupfen“, sagt Kinzer. Bei anderen Patienten tritt eine Behinderung der Nasenatmung erst zum Beispiel nach einem Unfall auf, bei dem die Nase deformiert wurde, wie etwa eine Schiefnase, Höckernase etc. Die Endstrecke ist oft dieselbe: Die Nasenatmung ist schlecht, Kopfschmerzen können die Folge sein, die Nasennebenhöhlen sind schlecht belüftet, es kommt zu Nasennebenhöhlenentzündungen, durch die vermehrt stattfindende Mundatmung auch zu Mandel- und Rachenentzündung. „Früh erkannt, können wir diesen Patienten nach einer umfassenden Diagnostik erfolgreich helfen“, erklärt Dr. Kinzer. „Neben einer eventuell notwendigen Allergiebehandlung wird oft eine Operation der inneren Nase notwendig. Bei einem Teil der Patienten auch eine Operation der äußeren Nase im Sinne einer funktionell-kosmetischen Korrektur.“
Experten informieren über Ursachen, Folgen und neue Therapieformen
Im Rahmen der diesjährigen 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.v., Bonn, werden unter dem Motto „Zukunft gestalten“ vom 1.-5.Juni 2011 viele Facetten der HNO-Heilkunde unter internationalen Experten diskutiert. Der Kongress findet dieses Jahr im Freiburg unter der Federführung von Prof. Dr. Dr. h.c. R. Laszig, dem Präsidenten der Gesellschaft und Ärztlichen Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg statt. Es ist uns ein Anliegen, neben der deutschen und internationalen HNO-Fachwelt auch die Freiburger Bevölkerung nicht nur über das Kongress-Geschehen zu informieren, sondern auch an dem medizinischen Fortschritt teilnehmen zu lassen.
HNO-Patiententag, am Samstag, den 4. Juni 2011, von 14-17 Uhr, in der Universitäts-HNO-Klinik














