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Optimierung des menschlichen Gehirns

(30.3.2009) Können Chips im Hirn, Medikamente oder elektrische Stimulation unsere Lebensqualität steigern? Ein einmaliges Kooperationsprojekt am Theater Freiburg geht dieser und anderer Fragen zu dem Thema auf den Grund.

Können wir unser Gehirn mit Hilfe neuester Technik »besser« machen? Können Chips im Hirn, Medikamente oder elektrische Stimulation unsere Lebensqualität und unsere Leistungsfähigkeit steigern? Warum sollten Neurotechnologien, die zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder entwickelt wurden, nicht auch zur Verbesserung gesunder Menschen eingesetzt werden? Kann das Gehirn direkt mit Computern und Maschinen verbunden werden und was sind die Konsequenzen?

Am 18. und 19. April 2009 finden am Theater Freiburg Werkstatt-Performances, Vorträge und Gesprächsrunden zu diesen Fragen statt. Zusammen mit Forschern, Medizinern, Ethikern, Regisseuren und Dramaturgen beschäftigen sich seit November 2008 50 Freiburger Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren mit aktueller bioethischer und neurotechnologischer Forschung und werden ihre künstlerische Auseinandersetzung mit fünf zentralen Themen dieser Forschungsbereiche an zwei Tagen im ganzen Theater vorstellen. Unter den Kategorien »Brain-Machine-Interfaces«, »Deep Brain Stimulation«, »Gehirn-Doping«, »Visionen und Utopien vom Denken« und »Cyborg-Phantasien« wird das Nachdenken der Jugendlichen über Für und Wider sogenannter Neuro-Enhancement-Technologien in Werkstatt-Performances öffentlich.

Sie sind Vertreter derjenigen Generation, die durch die technischen Möglichkeiten zukünftig in einem anderen Maß betroffen sind als die heutigen Forscher, Ethiker und Ingenieure. Zentrale Frage des Wochenendes ist daher, wie diese Generation sich zu den vermeintlichen Zukunftsvisionen, zu denen heute Grundlagenforschung betrieben wird, verhält und was für ein Bild des Neuen Menschen sich daraus ableitet.

Infokasten

Weitere Infos und das ausführliche Programm des Kongresses am 18. und 19. April 2009 finden
Sie hier...

Flankiert wird das Programm von einer Vielzahl von Vorträgen und Gesprächen internationaler Experten. Ein aus Vertretern der Jugendlichen gebildeter »Rat der Weisen« wird während des Kongresses tagen und seine Empfehlungen und Kriterien für den Neuen Menschen sowie Richtlinien zur Erstellung von Cyborg-Prototypen vorstellen.

Am Abend des ersten Kongresstages werden auf dem SCHWARZMAKT 48 Freiburger Experten 96 Einzelgespräche zum Thema »Super-Human, Trans-Human, Post-Human: Die Kunst des Besser-Werdens« anbieten. Das Projekt "Die Optimierung des menschlichen Gehirns" ist ein einmaliges Kooperationsprojekt des Theater Freiburg mit dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Freiburger Schulen.

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