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Gehörlose Freiburger Studentin erhält europaweite Auszeichnung
(30.4.2010) Dank eines Cochlea Implants kann Ann-Kathrin Rauch ein ganz normales Studentinnenleben führen und freut sich auf einen Auslandsaufenthalt in Südamerika.
„Ich habe Dinge erreicht, die ohne ein Cochlea Implant unerreichbar geblieben wären“, so die zwanzigjährige Freiburger Medizinstudentin Ann- Kathrin Rauch anlässlich der Verleihung des Stipendiums in Anerkennung ihrer hervorragenden akademischen Leistungen. Mit dem Stipendium in Höhe von 6.000 Euro unterstützt die Firma Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG, aktiv in der Herstellung und Entwicklung von Cochlea-Implantaten (CI), herausragende Studierende und StudienanwärterInnen, die ein Implant-System tragen.
Ann-Kathrin Rauch wurde 1989 in Marburg geboren. Nach dem Besuch einer integrativen Kindertagesstätte und begleitender Frühförderung wechselte sie an die Regelschule. Mit zehn Jahren erhielt die hochgradig hörgeschädigte Schülerin ihr erstes Implant und das eröffnete ihr eine ganz neue Welt. „Ich gewann ein großes Stück Unabhängigkeit, konnte viel engere Kontakte zu Freundinnen und Freunden herstellen und sogar telefonieren.“
Das Gymnasium in Kassel beendete sie als Jahrgangsbeste mit einer Abitursnote von 1,0. Seit 2009 ist sie beidseitig mit Implantaten versorgt. „Ann-Kathrin Rauchs Lebensgeschichte ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie das zugrunde gelegte Potential eines Menschen mit Behinderung durch die moderne Medizin zur vollen Entfaltung gebracht wird“, so der Geschäftsführende Direktor der Klinik für Hals,- Nasen-, und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, Professor Roland Laszig.
„Heute behandeln wir pro Jahr rund 2.000 Patientinnen und Patienten und setzen etwa 250 neue Implantate ein. Erfolge wie Ann- Kathrins motivieren uns zur ständigen Weiterentwicklung unseres Implant Centrums.“ Ihr Stipendium möchte die Medizinstudentin zur Anschaffung wichtiger technischer Hilfsmittel nutzen. Und sie plant einen weiterführenden Sprachkurs: „Ich möchte Studienaufenthalte und eine Famulatur in Südamerika absolvieren, eventuell sogar ein Gastsemester dort verbringen“, so die junge Frau. „Mein Stipendium sehe ich auch als Anerkennung für die Leistungen, die hörgeschädigte Menschen und auch Studierende mit anderen körperlichen Handicaps tagtäglich erbringen. Ich möchte zeigen, dass man Grenzen nicht hinnehmen muss“, ergänzt sie. „Wir gratulieren Ann-Kathrin Rauch von ganzem Herzen zum Erhalt des Stipendiums“, sagt
Thomas Topp, Leiter der Firma Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG, anlässlich der Bekanntgabe der diesjährigen Stipendiatin. „Frau Rauchs bisheriger Weg sowie die Biografien vieler anderer Stipendienbewerber belegen eindrucksvoll, wie die bahnbrechende Technologie des Cochlea-Implantats Menschen mit hochgradiger Hörschädigung dabei hilft, ihre Möglichkeiten auch tatsächlich auszuschöpfen. Für uns als Hersteller ist das eine große Freude und eine wunderbare Bestätigung für unsere tägliche engagierte Arbeit.“














