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Neue Internetseite zum Thema Depressionen

(9.12.2010) Depressionen werden immer mehr zu einer stillen Volkskrankheit. www.depression-leitlinien.de informiert ExpertInnen, Betroffene und deren Angehörige.

Depressionen werden immer mehr zu einer stillen Volkskrankheit. Gegenwärtig sind mindestens vier Millionen Menschen in Deutschland an einer Depression erkrankt. Depressive Störungen gehören damit zu den bedeutendsten Gesundheitsproblemen und haben enorme wirtschaftliche Kosten und Lebensqualitätsverluste zur Folge.

Trotz einer Verbesserung der Versorgung depressiver Patientinnen und Patienten in den letzten Jahren bestehen weiterhin große Verbesserungspotenziale bei der Diagnostik, Behandlung und vernetzten ambulanten sowie stationären Versorgung. Die Internetseite www.depression-leitlinien.de hat das Ziel, die Qualität der Versorgung depressiv Erkrankter zu optimieren, indem sie wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen zu Diagnostik und Behandlung unipolarer depressiver Störungen frei zugänglich macht.

Die Internetseite wurde durch eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Freiburg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten „Kompetenznetzes Depression, Suizidalität“ entwickelt. Sie umfasst zwei Bereiche: einen für ExpertInnen und einen für Betroffene und Angehörige. Der Expertenbereich enthält die Leitlinienempfehlungen zu Diagnostik und Behandlung depressiver Störungen und richtet sich primär an alle an der Behandlung depressiver Patientinnen und Patienten beteiligten Berufsgruppen. Neben diesen Empfehlungen unterstützt ein wissenschaftlich fundiertes Dokumentationssystem den Behandelnden dabei, sein diagnostisches und therapeutisches Vorgehen leitlinien- und fallorientiert abzustimmen.

Infokasten

Die neue Internetseite www.depression-leitlinien.de finden Sie hier...

Darüber hinaus können sich die Behandelnden informieren, wann eine Zusammenarbeit mit anderen an der Versorgung depressiver Patienten beteiligten Berufsgruppen empfohlen wird. Im Bereich für Betroffene finden PatientInnen und Angehörige wissenschaftlich fundierte Patienteninformationen und Entscheidungshilfen. Mit diesen Materialien können sich alle Interessierten über depressive Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten informieren und dieses Wissen bei der medizinischen Entscheidungsfindung einbringen. Eine Besonderheit der Internetseite ist, dass die Patienteninformationen in mehrere Sprachen (deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch und türkisch) übersetzt sind, um auch den über 14 Millionen Menschen mit einem nicht-deutschen Hintergrund die Möglichkeit zu geben, sich über depressive Erkrankungen zu informieren.

                                                                                                                                         zurück...