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Intensivpflegekräfte des Freiburger Universitätsklinikums unterstützen Kieler Kollegen bei der Versorgung von EHEC-Patienten

(09.06.2011) Die ersten beiden Krankenpfleger treffen heute in Kiel ein und werden etwa eine Woche am dortigen Universitätsklinikum arbeiten.

Die Anfrage des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein löste auf den Intensivstationen am Freiburger Uniklinikum große Solidarität aus. Sieben Pflegekräfte fanden sich innerhalb nur eines Tages bereit, ihre Kolleginnen und Kollegen im Norden zu unterstützen. Zum Teil haben sie ihren Urlaub abgebrochen oder sie leisten Überstunden. „In Kiel werden viele schwere EHEC-Fälle behandelt, die rund um die Uhr versorgt werden müssen. Wir sind froh, dass wir den dortigen Intensivpflegekräften in dieser extremen Belastungssituation unter die Arme greifen können“, erklärt die Freiburger Pflegedirektorin Beate Buchstor.

 

Die ersten beiden Intensivpflegekräfte werden schon heute Abend in Kiel eintreffen, die anderen folgen im Laufe der nächsten Tage. Der Einsatz wird jeweils etwa eine Woche dauern. „Wir machen das in erster Linie, um unsere Kollegen in Kiel zu unterstützen. Angst, uns zu infizieren haben wir nicht. Wir sind mit den gängigen Hygienemaßnahmen vertraut - auch andere Kranke auf der Freiburger Intensivstation müssen isoliert werden“, bemerkt die Intensivpflegekraft Emrye Gül zu ihrer Teilnahme an der Hilfsaktion. „Außerdem interessiert uns natürlich auch, wie EHEC-Patienten konkret behandelt werden.“

Kontakt

Beate Buchstor
Pflegedirektorin Medizinische Klinik
Tel.:
Fax: 0761 270-32010
E-Mail: beate.buchstor@uniklinik-freiburg.de

Die Versorgung der Menschen in Freiburg ist durch den Einsatz nicht gefährdet. 2500 Pflegekräfte arbeiten am Freiburger Klinikum, davon 300 in der Intensivpflege. Die Unterstützer, die nach Kiel fahren, kommen aus unterschiedlichen Bereichen, so dass auf den einzelnen Stationen kein Engpass entsteht. „Die Anfrage aus Schleswig-Holstein zeigt, wie schwierig es ist, speziell ausgebildetes Personal zu finden. Es ist aber ein Phänomen in der Pflege, dass die Kollegen trotz aller Überlastung helfen wollen und einspringen, wenn Not am Mann ist“, so Beate Buchstor.