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Keine Crashdiät in der Fastenzeit

(17.2.2010) Crash-Diäten haben ab Aschermittwoch wieder Hochkonjunktur. Doch der Versuch, während der Fastenzeit schnell ein paar Pfunde vor den ersten warmen Frühlingstagen loszuwerden, kann fatale Folgen haben.

Die gesunde Alternative: Abnehmen mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung unter wissenschaftlicher Aufsicht. Wer zu wenig isst, programmiert seinen Stoffwechsel – vergleichbar mit einer Hungersnot – auf Sparflamme und muss anschließend mit einer besonders schnellen Gewichtszunahme rechnen.

Denn der Körper hat während der strengen Diät gelernt, mit weniger Nahrung auszukommen. Die drastische Kalorieneinschränkung geht außerdem mit einem Verlust von wertvoller Muskelmasse einher. Am Ende ist der Frust groß, wenn mit Eintreten des so provozierten Jo-Jo-Effekts der Speck an Hüften oder Bauch innerhalb kürzester Zeit doppelt ansetzt. Ebenso nachteilig wirkt sich das Auslassen ganzer Mahlzeiten aus.

Klinische Versuche zeigen, dass man mit diesem Verhalten nur Heißhunger und ein entsprechendes Nachholverhalten bei der nächsten Mahlzeit provoziert. Wer es mit der Gewichtsreduktion ernst meint, sollte vielmehr auf ausreichende Bewegung und ausgewogene Ernährung setzen, wie Sportmediziner der Uniklinik Freiburg raten. Große amerikanische Studien hätten gezeigt, wie zentral körperliche Aktivität für den dauerhaften Abnehmerfolg sei. Ihre Empfehlung laute daher auch, sich etwa vier bis fünf Stunden pro Woche auf moderate Weise zu bewegen, wobei der flotte Gang zum Supermarkt genauso zähle, wie ein gezieltes Ausdauer-Training beispielsweise Nordic-Walking.

Infoksaten

Interessenten für neue bundesweite M.O.B.I.L.I.S.-Gruppen können sich direkt bei der M.O.B.I.L.I.S.-Zentrale in Freiburg unter
Tel. 0761/503910 bewerben bzw. anmelden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung gibt es auch im Internet unter: www.mobilis-programm.de

Ohne die gleichzeitige Änderung der Ernährungsgewohnheiten könne Übergewicht aber nicht aussichtsreich abgebaut werden. Weil die praktische Umsetzung dieser auf den ersten Blick simplen „mehr-bewegen-gesünder-essen“-Formel den meisten Betroffenen jedoch so schwer fällt, haben die Freiburger Wissenschaftler gemeinsam mit Experten der Deutschen Sporthochschule Köln ein fachübergreifendes einjähriges Schulungsprogramm entwickelt. M.O.B.I.L.I.S., so der Name der Abnehm-Initiative, ist keine Super-Diät und verspricht keine Wunder.

Das evaluierte Vier-Säulen-Konzept setzt mit viel Bewegung, kompetenter Ernährungsberatung, gezieltem Verhaltenstraining und medizinischer Begleitung auf langfristige Lebensstiländerung. An zwischenzeitlich 120 Standorten werden übergewichtige Teilnehmer von qualifizierten Trainer-Ärzte-Teams nach streng standardisierten Vorgaben intensiv betreut. Sämtliche Gruppen stehen unter zentraler Qualitätskontrolle und wissenschaftlicher Aufsicht der Uniklinik Freiburg.

Das vielfach bewährte M.O.B.I.L.I.S.-Konzept richtet sich an Erwachsene mit starkem Übergewicht (BMI 30-40 kg/m2) und mindestens einem begleitenden Risikofaktor (beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck). Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen zumindest einen Teil der Kosten.

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