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Frostschutzmittel – Süß und gefährlich
(07.02.2012) Die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg warnt vor den Risiken von Frostschutzmitteln. Gerät die süßlich schmeckende Flüssigkeit in die Hände von Kindern, kann das lebensbedrohlich werden.
(bw) Mit den sinkenden Temperaturen kommen auch Frostschutzmittel für das Auto wieder zum Einsatz. Oft stehen die Produkte im Haushalt an auch für Kinder leicht zu erreichenden Stellen. Wenn Frostschutzmittel von Kindern getrunken werden, wird es gefährlich, das gilt besonders für Kühlerfrostschutzmittel: Diese enthalten bis zu 100 Prozent Ethylenglykol, eine süßlich-scharf schmeckende Flüssigkeit.
„Bereits ein Schluck eines hochkonzentrierten Kühlerfrostschutzes kann zu Organschäden führen und wenig mehr lebensbedrohliche Vergiftungen erzeugen“, warnt Dr. Maren Hermanns-Clausen, Leiterin der Vergiftungs-Informations-Zentrale am Universitätsklinikum Freiburg. „Der süßliche Geschmack verhindert, dass die Flüssigkeit sofort als gefährlich erkannt wird und kann dazu führen, dass auch größere Mengen getrunken werden.“
Auch wenn Türschlossenteiser und Scheibenreiniger weniger Glykole als Kühlerfrostschutz enthalten, kann die Einnahme eine gefährliche Glykolvergiftung zur Folge haben. Die Vergiftungen verlaufen in den ersten Stunden mitunter ohne auffällige Symptome. Scheibenenteiser oder Frostschutzmittel für Scheibenwaschanlagen enthalten meist große Mengen einwertiger Alkohole, entweder vergällten Ethanol oder häufiger Isopropanol.
KontaktVergiftungs-Informationszentrale Freiburg
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„Letzterer wird vom Körper ähnlich wie Trinkalkohol aufgenommen und führt auch zu ähnlichen Problemen. Er ist aber deutlich giftiger, so dass bereits ein Schluck bei kleinen Kindern zu Symptomen wie Müdigkeit, Erregung und Gleichgewichtsstörungen führen kann“, so Hermanns-Clausen. Etwas größere Mengen können Entgleisungen des Blutzuckers und schlimmstenfalls Störungen von Atmung und Kreislauf zur Folge haben. „Wegen des scharfen Geschmacks konzentrierter Alkohollösungen trinken Kinder allerdings selten größere Mengen.“














