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Angst vor Freitag, dem 13.?
(13.3.2009) Aberglaube macht krank: An einem Freitag den 13. ist der Krankenstand gegenüber anderen Freitagen um bis zu fünfmal höher. Rund eine Million Menschen werden auch am heutigen Freitag wieder zu Hause bleiben.
Nach Auswertungen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ist der Krankenstand an einem Freitag, dem 13. bis zu fünfmal höher als an einem normalen Freitag. Die Auswertung der Krankmeldungen der Jahre 2006 bis 2008 hat ergeben, dass der Krankenstand an einem Freitag, dem 13. immer drei- bis fünffach über dem Monatsdurchschnitt liegt. Im Durchschnitt bleiben deutschlandweit rund eine Million Menschen an einem Freitag, dem 13. zu Hause.
Die höchste Fehlquote wurde am 13. Januar 2006 verzeichnet. Rund 1,3 Millionen Menschen sind an diesem Tag nicht zur Arbeit erschienen. Auch heute steht wieder ein „schwarzer Freitag“ an. Dabei ist der letzte Freitag, der 13. noch gar nicht lange her. Gerade mal vier Wochen sind seit dem letzten „Unglückstag“ vergangen. Dieser kurze Abstand tritt immer dann auf, wenn der 13. Februar ein Freitag ist, und der Februar nur 28 Tage hat. Dann ist bereits im folgenden März wieder Freitag, der 13. Das nächste Mal wird diese Konstellation im Jahr 2015 sein. Für dieses Jahr ist die Gefahr jedoch noch nicht gebannt: Im November 2009 wird noch einmal ein „schwarzer Freitag“ allen abergläubischen Menschen das Leben schwer machen.
„Paraskavedekatriaphobie nennt man die Angst vor dem ‚Unglückstag’“, erklärt Professor Dr. Mathias Berger, Ärztlicher Direktor der Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. „Menschen, die unter dieser Angst leiden, verschieben an einem solchen Freitag Reisen und Geschäfte oder trauen sich erst gar nicht aus dem Bett.“ Hinweise auf die Berechtigung dieses Aberglaubens gibt es natürlich nicht, wenn man nicht im Sinne der „self fullfilling prophecy“ folgenschwer einen wichtigen Termin versäumt, weil man den Tag vorsichtshalber im Bett verbringt.














