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Gesund bleiben: Prävention für Pflegekräfte

(12.05.2011) Langes Stehen, schweres Heben und hohes Arbeitspensum sind typische berufsspezifische Belastungen von Pflegekräften. Deren körperliche Anstrengungen übertreffen sogar die von Bauarbeitern. Am Universitätsklinikum Freiburg wurde nun für die etwa 2.500 Pflegekräfte ein maßgeschneidertes Gesundheitsprogramm aus der Taufe gehoben.

Das Universitätsklinikum hat ein spezielles Programm zur Entlastung von Pflegekräften eingerichtet, eine Maßnahme, die es in Deutschlands selten gibt: Im September 2010 startete das Freiburger Programm zur Erwerbsfähigkeitssicherung für Pflegende (FRESH), das berufsbegleitend ambulant und teilstationär durchgeführt wird. Kooperationspartner des Programms ist die Deutsche Rentenversicherung Bund. Jetzt liegen erste Erfahrungen vor. Alle Teilnehmenden waren mit dem ersten Teil sehr zufrieden und würden die Teilnahme ihren Kolleginnen und Kollegen empfehlen.

15 TeilnehmerInnen von FRESH werden in zwei Programmphasen Ausdauertraining, Bewegungsübungen, Selbstmanagementtraining zum Stressabbau, Ernährungstipps und weitere Gesundheitstrainings angeboten.

„Der Pflegedienst am Universitätsklinikum Freiburg ist bekannt dafür, dass er mit kreativen Projekten nachhaltig die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Es freut mich, dass wir dieses außergewöhnliche Projekt verwirklichen konnten. FRESH hilft Pflegenden mit Bewegung und dem Erlernen von Selbstmanagementmethoden bei der Erhaltung ihrer Gesundheit und ihrer Work-Life-Balance“, so die Direktorin für Pflege- und Prozessmanagement Beate Buchstor. „Unser Ziel ist es, die Erwerbsfähigkeit unserer Beschäftigten durch dieses früh ansetzende Programm zu sichern und das Berufsfeld zukünftig noch attraktiver zu gestalten.“

Kontakt

Jorun Thoma
Koordination Projekt FRESH
Stabsstelle Pflegedirektion
Tel.: 0761 270- 84970
E-Mail: jorun.thoma@uniklinik-freiburg.de

Das Programm funktioniert nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die eingeübten Techniken sollen dauerhaft im Arbeitsalltag und in Stresssituationen helfen. „Die Maßnahme kann die Teilnehmenden in ihrer gesundheitlichen Selbstfürsorge unterstützen. Und zwar sowohl auf der körperlichen als auch auf der psychischen Ebene“, ist Dr. Andrea Wittich, Lenkungsmitglied des Projektes und Leiterin des Supervisionsdienstes am Universitätsklinikum, überzeugt.