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Seltene Diagnose: Hirntumor

(03.06.2011) Hirntumoren sind vergleichsweise selten und werden daher in der Öffentlichkeit kaum  wahrgenommen. Beim Welthirntumortag am 8. Juni 2011 findet in Freiburg eine große Informationsveranstaltung für Betroffene statt.

Hirntumoren sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen selten. Und werden deshalb in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Die Diagnose kann jedoch jeden treffen. Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 7 000 Menschen an einem bösartigen Hirntumor. Weltweit sind es täglich etwa 650 neue Fälle. Um ein Vielfaches höher ist die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen, die sich infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden entwickeln. Bei Kindern sind Hirntumoren die zweithäufigste Krebserkrankung.

Für die Betroffenen ist es sehr wichtig, umfassende und aktuelle Informationen zu erhalten, um angemessen mit ihrer Erkrankung umgehen zu können. Die Kenntnis der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten kann die psychische Belastung durch die Krankheit verringern und die Überlebenschancen erhöhen.

Aus diesem Grund hat die Deutsche Hirntumorhilfe im Jahr 2000 den Welthirntumortag initiiert, der am 8. Juni 2011 bereits zum zwölften Mal begangen wird. Ziel des Welthirntumortages ist es, eine stärkere Aufmerksamkeit für diese nur wenig bekannte Tumorerkrankung zu gewinnen.

In Freiburg veranstaltet die Abteilung Stereotaktische Neurochirurgie des Universitätsklinikums zusammen mit der Deutschen Hirntumorhilfe unter der Schirmherrschaft des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) einen Informationstag für Patienten, Angehörige und Interessierte.

Informationsveranstaltung

„Neue Entwicklungen und minimal invasive
Verfahren in der Diagnostik und Therapie
von Hirntumoren“
8. Juni 2011, von 14– 17 Uhr
Konferenzraum 1
Neurozentrum, Universitätsklinikum Freiburg

Die Freiburger Veranstalter möchten über neue Entwicklungen und minimal invasive Verfahren in der Diagnostik und Therapie von Hirntumoren informieren. Hierbei stehen insbesondere Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik und die differenzierte molekulargenetische Charakterisierung der Gliome im Vordergrund, die zukünftig einen immer höheren Stellenwert bei der Therapieentscheidung spielen werden.

Es ist den Veranstaltern ein besonderes Anliegen, die Besucher über den Einfluss dieser modernen bildgebenden und molekulargenetischen Untersuchungsmethoden auf die strahlen- und chemotherapeutischen Behandlungen hirneigener Tumore zu informieren. Das Programm wird mit einem Überblick über wissenschaftlich begründete alternative Therapieverfahren abgerundet, bevor die Experten im Rahmen einer Podiumsdiskussion für Fragen aus dem Auditorium zur Verfügung stehen.

An der Veranstaltung beteiligen sich weitere Abteilungen des Universitätsklinikums: Allgemeine Neurochirurgie, Neuropathologie, Klinik für Strahlenheilkunde, Nuklearmedizin und das Uni-Zentrum für Naturheilkunde.