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Kaffee schützt vor Vorhofflimmern
(9.3.2010) Allgemein bekannt ist, dass Kaffee das Herz zum rasen bringen kann und den Blutdruck erhöht. Dass der koffeinhaltige Muntermacher aber auch gut für das Herz sein kann, ist eine neue Erkenntnis.
(bw) Kaffee erhöht den Blutdruck und lässt die Herzfrequenz steigen. Das ist allgemein bekannt. Neu ist, dass Kaffee trotzdem gut für das Herz sein soll. Nach einer Untersuchung von Wissenschaftler aus Oakland, Kalifornien, müssen Menschen, die täglich mehrere Tassen Kaffee trinken, seltener wegen Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus.
Die Ergebnisse trugen die Forscher jetzt beim Kongress der American Heart Association in San Francisco vor. Sie hatten mehr als 130.000 Männer und Frauen über zehn Jahre lang untersucht. Diejenigen, die vier oder mehr Tassen Kaffee am Tag tranken, hatten ein um 18 Prozent vermindertes Risiko, wegen Herzrhythmus- störungen behandelt zu werden.
Bei denjenigen, die eine bis drei Tassen täglich tranken, war das Risiko immer noch um sieben Prozent geringer. Etwa zwei Prozent der erfassten Studienteilnehmer waren wegen Rhythmusstörungen in einem Krankenhaus behandelt worden, die meisten wegen Vorhofflimmern. Auch wenn eine Kausalität zwar nicht bewiesen ist und die Wissenschaftler den schützenden Mechanismus noch nicht kennen, eines ist sicher: „Wer regelmäßig Kaffee trinkt, löst damit keine Herzrhythmusstörungen aus, solange es zu keinem exzessiven Konsum wird“, meint Professor Dr. Dr. Manfred Zehender, Leitender Oberarzt der Kardiologie des Universitätsklinikum Freiburg.
Die amerikanischen Forscher spekulieren, dass Koffein die körpereigene Substanz Adenosin hemmen könnte. „Stresshormonstimulation und damit verbunden eine Adenosinstimulierung, vor allem bei exzessivem und ungewöhntem Kaffeekonsum, hat direkte Auswirkungen auf die elektrischen Zellsignale am Herzen und kann Rhythmusstörungen, sehr selten auch lebensgefährliche Formen auszulösen“, so Zehender.














