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Gesund in den Winter musiziert

(23.01.2011) Musikermedizin: Mit Wohlklang zum Wohlergehen

Die Bedeutung der Musik in gesundheitlichen Belangen wird immer offensichtlicher. In den letzten Jahren zeigen immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen, dass Musizieren nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern auch die Lebenserwartung erhöht und zur Ausschüttung von Glückshormonen führt – ganz ähnlich wie regelmäßige sportliche Betätigung.

Das Freiburger Institut für Musikermedizin wurde zusammen mit dem Zentrum für Musikermedizin am Universitätsklinikum vor fünf Jahren gegründet und kann bisher auf eine so positive Aufbauzeit zurückblicken, dass die Musikermedizin in Freiburg bereits vor einem Jahr – nach erfolgreicher Evaluation durch eine hochrangig besetzte Expertenkommission – dauerhaft eingerichtet wurde. Professor Dr. Claudia Spahn leitet das Institut zusammen mit Professor Dr. Bernhard Richter. Die Aufgaben in Lehre, Forschung und in Krankenversorgung sind sehr vielfältig. „Die Ansiedlung der Musikermedizin zwischen Musikhochschule und Universität sowie dem Klinikum ist hierfür eine ideale Konstruktion“, berichtet Professor Spahn. Die Nachfrage unter Musikern nach Fortbildung und medizinischer Behandlung wächst stetig an. Die Schwerpunkte des Zentrums liegen bei der Behandlung von Instrumentalisten – neben Störungen des Bewegungssystems und des Gehörs – auch in der Behandlung psychischer Probleme wie dem Lampenfieber. Bei Stimmpatienten werden sowohl Sänger, Schauspieler als auch andere Patientengruppen, die ihre Stimme beruflich nutzen wie beispielsweise Lehrer, intensiv betreut.

Musikalische Elemente spielen im Alltag und in der menschlichen Kommunikation vom Mutterleib bis hin zum Tode eine große Rolle. Lautstärke, Rhythmus und Untertöne haben bewusst und unterbewusst einen großen Einfluss auf unseren Umgang miteinander. „Wenn der Mensch nicht mehr musiziert, können diese Elemente zunehmend verkümmern“, erklärt Professor Richter. Ein wichtiger Grundsatz in der Arbeit des Instituts ist es, im Sinne der Salutogenese (der Lehre, was uns Menschen gesund erhält) ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, wie Musizieren gesund und glücklich machen kann. Dies gilt gleichermaßen für den Profiwie für den Laienmusikbereich. Da bei Profimusikern jedoch, ähnlich wie bei Leistungssportlern, individuell starke Belastungen auftreten können, gehört zur Aufgabe der Musikermedizin auch die Prävention. Sie kann viele Probleme verhindern bevor sie auftreten. Schließlich übt man auch vor dem Konzert und nicht erst hinterher.

Die Musikermedizin in Freiburg kann in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon beachtliche Erfolge vorweisen. So wurden die Mitarbeiter mit mehreren Preisen für hervorragende Lehrveranstaltungen und Forschungsarbeiten ausgezeichnet. zahlreiche Publikationen in verschiedenen Forschungsschwerpunkten, wie beispielsweise das neue Lehrbuch „MusikerMedizin“, machen das Freiburger Institut für Musikermedizin zudem international sichtbar. Auch für die Zukunft ist den Mitarbeitern im Institut nicht bange, da aktuell gerade Forschungsprojekte bewilligt wurden, die neue spannende Ergebnisse erwarten lassen.

Kontakt

Freiburger Institut für Musikermedizin
Tel.: 0761 / 270-6161
www.mh-freiburg.de/fim

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