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Dem Verursacher von Magengeschwüren auf der Spur

(16.9.2010)Zwei öffentliche Vorträge zum zehnjährigen Jubiläum des Nationalen Referenzzentrums für Helicobacter pylori in Freiburg.

Etwa die Hälfte der Menschheit ist mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert. In Deutschland trägt etwa ein Drittel der Bevölkerung den Keim in sich. Die Helicobacter-pylori-Infektion wird meistens in den ersten Lebensjahren, wahrscheinlich häufig von den Eltern auf die Kinder, übertragen und besteht dann lebenslang weiter, wenn sie nicht behandelt wird.

Das Bakterium kann Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre bis hin zu Magenkrebs verursachen. Helicobacter pylori war das erste Bakterium, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO als krebserregend eingestuft wurde.

Vor zehn Jahren wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert-Koch-Institut die Gründung eines Nationalen Referenzzentrums für Helicobacter pylori beschlossen. Seit dieser Zeit besteht das Zentrum an der Abteilung für Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Freiburg.

Das Zentrum organisiert neben anderen Aktivitäten seit mehreren Jahren eine nationale Surveillancestudie zur Resistenzentwicklung bei Helicobacter pylori. Das Nationale Referenzzentrum trug mit dieser Studie wesentlich zur Neufassung einer sogenannten Nationalen S3-Leitlinie zum klinischen Management der Helicobacter pylori Infektion bei.

Zum 10-jährigen Bestehen veranstaltet das Nationale Referenzzentrum ein Symposium, auf dem namhafte Expertinnen und Experten zum Thema sprechen werden. Zwei der Vorträge am Montag, den 20. September 2010, richten sich auch an die interessierte Öffentlichkeit: Um 9.00 Uhr wird zunächst PD Dr. Gérard Krause vom Robert-Koch-Institut über die Rolle der Nationalen Referenzzentren in Deutschland sprechen. Anschließend wird Prof. Dr. Sebastian Sauerbaum von der Medizinischen Hochschule Hannover die Evolution und genetische Variation von Helicobacter pylori erklären. Zu diesen beiden Vorträgen sind alle Interessierten eingeladen.

Die Vorträge finden statt im Hörsaal des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Hermann-Herder-Straße 11 in Freiburg.

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